Lymphom

Lymphome sind tumoröse Entartungen der Lymphknoten und des lymphatischen Gewebes. Bei der Katze treten sie meist im Darmgekröse und im Darm auf, seltener in Leber, Milz oder anderen Lokalisationen.

Typische klinische Erscheinungen sind wiederholtes Erbrechen, Appetitlosigkeit und Abmagerung. Diese Krankheit ist schwer zu diagnostzieren, weil sie meist keine Veränderungen im Blutbild oder im Röntgen zeigt. Die beste Diagnostik erfolgt mit Ultraschall.

Wucherung der Darmlymphknoten

Es gibt keine sichere Therapie für diese Krankheit. Eine Kortison- und Chemotherapie können lebensverlängernd sein (die durchschnittliche Überlebenszeit ab der Diagnosestellung beläuft sich auf einen Monat – mit Therapie längstens ein Jahr).

Lymphom im Oberkiefer

Katze mit Lymphom im Oberkiefer

Lymphom im Oberkiefer

Entferntes Lymphom

Malignes Lymphom

Katze während Operation

Malignes Lymphom

Entferntes malignes Lymphom

Nierenerkrankungen bei der Katze

Im Alter neigen Katzen häufig zu eingeschränkter Nierenfunktion. Meist nur zufällig wird das erste Stadium einer eingeschränkten Nierenfunktion vom Tierarzt bei einer Routineuntersuchung festgestellt.

Wertvolle Informationen über die Nierentätigkeit geben hier bestimmte Parameter im Blut. In weiterer Folge ist es sinnvoll, Röntgen-, Ultraschall- und gezielte Harnuntersuchungen durchzuführen. In einem frühen Stadium kann durch geeignete Maßnahmen, wie beispielsweise Infusionen, eine wesentliche Besserung bis Beschwerdefreiheit erreicht werden.

Eine entscheidende Bedeutung spielt die Ernährung. Die Nahrung muss der Katze mehrmals täglich in kleinen Portionen angeboten werden. Spezielle, ausschließlich beim Tierarzt erhältliche Nierendiäten haben sich hierbei sehr bewährt. Es muss immer genug Trinkwasser vorhanden sein!

Notfall

Wann spricht man bei einem Hund/einer Katze von einem Notfall?

Wann sollten Sie ohne zu zögern Ihren Tierarzt aufsuchen oder zumindest anrufen?

  • Auf jeden Fall nach Unfällen wie Autounfall, Fenstersturz oder ähnlichem! Auch wenn äußerlich nichts zu sehen ist, sollte eine Schockbehandlung und Antibiose durchgeführt werden.
  • Tiefe, klaffende, verschmutzte oder blutende Wunden
  • Plötzlich hochgradige Lahmheit (abnorme Extremitätenstellung, Fraktur oder Ausrenkung)
  • Fremdkörper in den Ohren (plötzlich eintretendes, heftiges gleichsam unaufhörliches Ohrenschütteln begleitet von Schmerzlauten), in der Nase, den Augen oder in den Zwischenzehenbereich
  • Verschluckte Fremdkörper: Wenn man gesehen hat, dass das Tier einen Fremdkörper (z.B. Ball, Quietschpuppe, Kastanie, Wolle, Garn, Nadel) aufgenommen oder damit gespielt hat und dieser jetzt unauffindbar ist
  • Oftmaliges Erbrechen und seit Stunden kein Kotabsatz (Verdacht auf Magendrehung)
  • Einseitige Blähung des Bauches mit gespanntem Gang, Versuche zu erbrechen, zunehmende Mattigkeit (Verdacht auf Magendrehung)
  • Tier in Seitenlage (es kann – trotz Bemühung – nicht aufstehen)
  • Pumpende oder röchelnde Atmung
  • Sogenannte „epileptiforme“ Anfälle (sehr kurze bis Minuten dauernde Krampfanfälle; das Tier ist nicht ansprechbar; hat „Schaum vor dem Mund“)
  • Wenn man gesehen hat, dass das Tier giftige Substanzen aufgenommen hat oder nur mehr Verpackungsreste auffindbar sind
  • Durchfall und Erbrechen, wenn diese länger als einen Tag dauern
  • Schwankender Gang
  • Durchfall bei Welpen

Bei Welpen oder alten und kranken Tieren sind aber auch schon mildere Symptome sehr ernst zu nehmen!

Ohrenprobleme

Ohren können so manche Sorge bereiten, wenn sich das Tier schüttelt und verzweifelt kratzt. Meist sind es Bakterien und Pilze, manchmal auch Milben, die sich im äußeren Gehörgang befinden, und Ursprung einer Ohrenentzündung oder eines Blutohres, verursacht durch dauerndes Schütteln, sind.

Eine gezielte antimikrobielle Therapie kann mittels Ohrtupferproben durchgeführt werden. Erfolgt in diesem Stadium keine tierärztliche Behandlung, kommt es zu einer Trommelfellaffektion und bald zu einer schmerzhaften Mittelohrentzündung.

Auch Fremdkörper, wie z.B. eine spitze Getreidegranne, finden sich regelmäßig als gefährliche, ungebetene Gäste im Ohr eines Tieres wieder. Auf keinen Fall darf man mit Wattestäbchen in den Gehörgang bohren. Dies verursacht nur Schmerzen sowie eine Kompression der Entzündungsprodukte – es besteht die Gefahr der Trommelfellzerstörung.

Eine regelmäßige Ohrenkontrolle (vor allem bei Hunden, die häufig schwimmen) ist empfehlenswert. Der rechtzeitige Weg zum Tierarzt erspart Schmerzen, Ärger und Folgekosten.

Ohrrandtumor

Katzen, die direkter Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind, leben über Jahre hinweg mit dem Risiko an einem Ohrrandtumor zu erkranken. Besonders gefährdet sind nicht pigmentierte (weiße) Ohren. Durch die geringe Behaarung des Ohres besteht wenig Schutz vor UV-Strahlung. Daher bekommen diese Katzen leicht einen Sonnenbrand und infolgedessen auch Hautkrebs.

Anfangs zeigt sich bei betroffenen Tieren Krustenbildung und sie beginnen damit, sich vermehrt am Ohr zu kratzen. Dies führt später zu nicht heilenden Wunden, die immer wieder bluten. Sie erinnern an Kratz- und Bissverletzungen durch Raufhandel unter Katzen.

Rechtzeitiges Einschmieren der Ohren mit handelsüblicher Sonnencreme beugt dem Problem vor. Wenn bereits Veränderungen am Ohrrand bestehen, hilft nur mehr eine Operation.

Katze mit Ohrrandtumor
Katze mit Ohrrandtumor unter Narkose
Entfernter Ohrrandtumor
Katze während der Ohrrandtumor-Operation
Katze während der Ohrrandtumor-Operation
Entferntes befallenes Gewebe
Entferntes befallenes Gewebe
Operierter Ohrrandtumor

Reisen mit einer Katze

Am 03. Juli 2004 traten, wie von der Europäischen Union geplant, neue Bestimmungen zu den Reisen mit Katzen in Kraft. Seit diesem Datum ist es nötig, innerhalb der Europäischen Union einen Heimtierausweis mitzuführen. Sie erhalten ihn bei Ihrem praktischen Tierarzt.

Darin eingetragen werden die Identität des Tieres und alle Impfungen. Die Kennzeichnung der Tiere mittels Mikrochip ist verpflichtend. Mit einer Übergangsfrist von acht Jahren werden auch noch gut lesbare Tätowierungen anerkannt. Ausnahmebestimmungen gibt es für Großbritannien, Norwegen und Schweden. Länder außerhalb der EU verlangen auch noch ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis.

Aktuelle Information erhalten Sie beim ÖAMTC oder bei der entsprechenden Botschaft. Die Heimtierausweise werden auch in folgenden Ländern anerkannt: Andorra, Schweiz, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, Vatikanstadt.

Katzen dürfen auch weiterhin aus Drittländern mitgebracht werden. Dafür ist ein neues, vom Amtstierarzt im Herkunftsland zu bestätigendes Zeugnis als Anhang II, Teil B, Abschnitt 2 der EU-Richtlinie 998/2003 vorgesehen. Voraussetzung für die Einreise ist die Kennzeichnung mittels Mikrochip und die Tollwutimpfung, welche mindestens vier Wochen alt sein muss. Außerdem ist eine Blutuntersuchung zum Zweck der Bestimmung des Tollwutschutzes drei Monate vor der Ausreise erforderlich, welche in einem von der EU anerkannten Labor durchgeführt werden muss.

Um ein Tier aus Österreich in den Urlaub nach Drittstaaten (auch auf der Autoreise nach Griechenland passiert man meistens Nicht-EU-Länder – Ausnahme dabei ist die Autofähre ab Italien!) mitnehmen zu können, ist eine Blutuntersuchung vor der Ausreise nötig, welche bei regelmäßiger, jährlicher Tollwutimpfung lebenslang gilt.

Um Ihre Katze eindeutig identifizieren zu können, implantieren wir einen Transponder. Mit einem speziellen sterilen Injektionsgerät wird er schmerzfrei direkt unter die Haut injiziert, ähnlich wie bei einer Impfung. Der Transponder ist etwa reiskorngroß und bleibt lebenslänglich, von außen unmanipulierbar, an dieser Stelle reaktionslos liegen.

Er besteht aus einer Bioglaskapsel, die den ISO-Mikrochip mit der für jedes Tier weltweit einmaligen Codenummer enthält sowie eine kleine Antenne, die das Ablesen der Daten durch einen Scanner (Lesegerät) ermöglicht. Nach erfolgter Applikation wird Ihre Katze unter der entsprechenden Codenummer bei der Internationalen Zentralen Haustierregistrierung gespeichert.

Sollte sie abhanden kommen, bietet eine sofortige Meldung an die Internationale Datenbank die Möglichkeit eines raschen Fundes. Wird die Katze aufgegriffen und beispielsweise in einem Tierheim abgegeben, so kann mittels Scanners die Codenummer abgelesen und der Tierhalter schnell ausfindig gemacht werden.

Tollwut

Tollwut ist eine Viruserkrankung, die in zwei Formen auftritt: als urbane Wut bei Hunden und Katzen in Städten des Nahen Ostens und als sylvatische Wut in unseren Breiten bei Wildtieren. Nur selten kommt es zum Vordringen der Tollwut in menschliche Nähe.

Entlang Österreichs Grenzen gibt es nach wie vor Tollwutfälle. Ein erkrankter Fuchs kann aufgrund eines abnormen Wandertriebes Strecken bis zu 40 Kilometer an einem Tag zurücklegen. Auf Haustiere wird die Tollwut durch Marder, Füchse, Dachse und auch andere Tiere übertragen.

Vorraussetzung für eine sichere Bekämpfung der Wut ist die Schutzimpfung aller Hunde und aller freilaufenden Katzen. Diese Impfung schützt nicht nur das Tier, sondern auch den Menschen, der mit ihm zusammenlebt.

Die Tollwutimpfung ist wichtig!

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Würmer

Bandwürmer in Erbrochenem

Bandwurm in Erbrochenem

Bandwürmer in Erbrochenem

Bandwurm in Erbrochenem

Spulwurm

Spulwurm

Spulwurm

Spulwurm

Bei Würmern (Endoparasiten) unterscheiden wir zwei Gruppen – Rundwürmer und Bandwürmer.

Rundwürmer:
Bei den Rundwürmern sind bei der Katze besonders die Spulwürmer (Ascariden) von großer Bedeutung. Sie können bereits bei einer jungen Katze in großer Menge im Magen und Darm vorkommen. Diese „nudelartigen“ Würmer werden schon mit der Muttermilch an den Welpen weitergegeben; weiters werden sie über Mäuse und Kot übertragen. Bei starkem Befall kann es zu Brechdurchfall, Blutarmut und Abwehrschwäche kommen. Jungkatzen müssen monatlich bis zum fünften Monat entwurmt werden; danach vier Mal jährlich bei Freiläufern und ein Mal jährlich bei Wohnungskatzen.

Bandwürmer:
werden durch Mäuse und Flöhe übertragen. Sie kommen daher fast nur bei Freiläufern vor. Bei einem Befall werden die Eier mit Bandwurmgliedern dauernd ausgeschieden, daher ist die Ansteckung für den Menschen (Kinder) leicht möglich. Die Therapie besteht aus einer vier- bis sechsmaligen Entwurmung pro Jahr.

Zahnprobleme bei Tieren

Auch bei Tieren verursachen Erkrankungen des Gebisses starke Schmerzen und gefährden die Gesundheit des ganzen Körpers. Daher sollte zumindest einmal pro Jahr die Zahngesundheit kontrolliert werden.

Der Grund, warum unsere Haustiere ihre Zahnschmerzen erst sehr spät zeigen, ist denkbar einfach: Würden sie in der Natur in einem Verband mit mehreren Tieren leben, wären sie durch die Verweigerung der Nahrungsaufnahme als geschwächt identifizierbar und würden als Risiko für die Sicherheit der anderen Familienmitglieder ausgestoßen werden.

Zahnstein kann mittels Ultraschall entfernt, abgebrochene Zähne plombiert, aufgebaut oder überkront und Fehlstellungen, vor allem bei Junghunden, mit Zahnspangen korrigiert werden. Das Ziehen von kranken Zähnen sollte auch bei Tieren nur mehr als allerletzte Möglichkeit in Betracht gezogen werden.

Zecken!

Kleiner Stich mit bösen Folgen

Sobald die Tage länger werden und die Temperaturen steigen, werden auch die Zecken wieder aktiv. Die hungrigen Parasiten lauern im Gebüsch und in Gräsern auf ihre Chance. Sobald sie Körperwärme spüren, haften sie sich an den Wirt – egal ob Hund, Katze oder Mensch – und beginnen sich im Uhrzeigersinn schraubenartig in die Haut einzubohren.
Dabei sind die Zecken so klein, dass man sie fast nicht sehen kann. Je mehr Blut die Zecken saugen, umso größer werden sie. Manche erreichen sogar Kirschgröße. Dabei wird von den Zecken Speichel abgegeben, der das Blut am Gerinnen hemmt. Hier liegt die große Gefahr der Krankheitsübertragung.

Welche Krankheitserreger übertragen sie?

Die gefährlichsten Krankheiten sind:

  • Die F.S.M.E (Frühsommermeningoencephalitis; betrifft oft den Menschen, seltener den Hund)
  • Borreliose (betrifft oft den Menschen, ebenso den Hund)
  • Unspezifische Infektionen (davon ist eine Katze öfters betroffen; Hunde und Menschen nur manchmal)
  • Babesiose (Hunde): Osten Österreichs, südliches und östliches Ausland

F.S.M.E (Frühsommermeningoencephalitis):
... ist für den Menschen die gefährlichste Krankheit, die Zecken übertragen können. Dafür gibt es jedoch eine Schutzimpfung.

Unspezifische Infektionen:
Können natürlich auch beim Biss übertragen werden. Verschiedene Schmutzkeime an Zecken oder Hautkeime können in die Blutbahn geraten. Es treten dieselben Symptome wie bei der Borreliose auf: Rötung, Schwellung und Fieber. Allerdings bildet sich kein roter Ring aus. An dieser Form der Zeckeninfektion erkranken vor allem Katzen. Natürlich ist das auch bei Menschen und beim Hund möglich.

Wie schütze ich meine Katze vor Zecken?

Findet man einen angebissenen Zecken, so ist er vorsichtig mit einer Zeckenzange und einer Drehung gegen den Uhrzeigersinn zu entfernen. Sofort auf die Bissstelle ein Desinfektionsmittel geben, bzw. vor dem Entfernen des Zecken desinfizieren.
Als Maßnahme, damit Zecken gar nicht auf das Tier gehen, gibt es einige Medikamente und biologische Substanzen.

Sehr wirkungsvoll:

  • Zeckenampulle
  • Zeckenhalsband

Wechselnde oder leichte Wirkung haben:

  • Verdünntes Teebaumöl
  • Zitronellenöl
  • Kampfertinktur verdünnt

WICHTIG: Wenn ein Zeckenbiss stark anschwillt und die Tiere matt und müde sind, dann sofort zum Tierarzt gehen!

Für weitere Fragen stehen Ihnen mein Team und ich gerne zur Verfügung!