Fremdkörper verschluckt?

Was tun, wenn mein Tier von einer giftigen Pflanze bzw. von anderen Giften genascht oder einen Fremdkörper verschluckt hat?

Genaue Beobachtung – bei Vergiftungsverdacht: Gabe von Kohletabletten
Bei Krankheitssymptomen wie etwa Erbrechen, Speicheln, Krämpfen oder Blutungen ist ein Tierarztbesuch dringend erforderlich!

Bitte nehmen Sie, wenn möglich, ein Stück der Pflanze, des Köders mit!

Der Tierarzt wird:

  • das Tier zum Erbrechen bringen
  • den Schock behandeln (Infusionen)
  • antitoxische Behandlung beginnen
  • Infusion verabreichen

Dies gilt bei allen Vergiftungen und bei Verschlucken gefährlicher Fremdkörper!

Giftige Zier- und wildwachsende Pflanzen

In der Natur sowie in manchen Gärten wachsen viele Pflanzen, die giftig sind. Vergiftungen durch diese Arten betreffen in erster Linie Hunde (wenn sie beispielsweise mit Zweigen spielen und daran herumbeißen) sowie Pflanzenfresser wie Pferd oder Rind.

  • Hochgiftig sind alle Teile der Eibe – mit Ausnahme der roten Samenmäntel (Scheinbeeren). Vergiftungssymptome treten nach etwa einer Stunde auf: Erbrechen, Kolik, beschleunigte Herz- und Atemfrequenz; dann oberflächliche Atmung und Blutdruckabfall – schließlich Tod durch Atemlähmung.
  • Der ebenfalls stark giftige Goldregen weist den höchsten Giftgehalt in seinen reifen Samen auf, von denen schon einige wenige tödlich sein können. Nach Brennen im Maul- und Rachenbereich kommt es zu meist lang anhaltendem, blutigem Erbrechen, Lähmungen und schließlich zum Tod durch Atemlähmung.
  • Tödliche Vergiftungen entstehen auch durch den Buchsbaum. Erste Vergiftungsanzeichen sind Erbrechen, Durchfall und starke Krämpfe. Der Tod tritt durch Kreislaufversagen und Atemlähmung ein. Ähnliche Symptome finden sich bei einer Vergiftung durch Färberginster wieder.
  • Der Oleander enthält wie Fingerhut und Adonisröschen herzwirksame Stoffe. Sie bewirken zunächst eine Reizung des Magen-Darm-Traktes mit Erbrechen und Durchfall, gefolgt von Herzrhythmusstörungen, verlangsamtem Puls und Atemnot. Bereits wenige Stunden nach der Aufnahme kann der Tod durch Herzstillstand eintreten.

Als weitere giftige Pflanzen sind zu nennen:

  • Eisenhut – besonders gefährlich ist hier der blaue Eisenhut. Tödliche Dosis: 5 Gramm der Wurzel durch das Gift Akonitin. Nach möglichen Anzeichen wie Speicheln und Durchfall kann der Tod durch Kammerflimmern des Herzens eintreten.
  • Fingerhut und Maiglöckchen: Sie enthalten (wie der Oleander) sogenannte Herzglykoside. Beschwerden sind unter anderem Erbrechen und Durchfall. In schweren Fällen tritt der Tod durch Herzstillstand ein.
  • Hortensie: Sie enthält neben Saponinen auch Blausäure abspaltende Stoffe und ihr Verzehr kann z.B. eine Magen-Darm-Entzündung mit blutigem Durchfall zur Folge haben.
  • Wunderbaum (aus ihm wird Rizinusöl gewonnen): Haupttoxin ist das Toxalbumin Ricin der nussartig schmeckenden Samen. Eine schwere Magen-Darm-Entzündung sowie eine Schädigung von Leber und Nieren kann nach Genuß erfolgen. Tödliche Dosis: ein bis drei Gramm Samen pro Kilogramm Körpermasse.

Zu den giftigen Wald- und Wiesenblumen zählen Buschwindröschen, scharfer Hahnenfuß („Butterblume“), Trollblume, Leberblümchen und Rainfarn.

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

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Giftpflanzen in Wohnung und Garten

Was wir nur mit den Augen genießen, testen Hunde oder Katzen gerne auf seine kulinarische Qualität!
Wir stellen Ihnen darum eine Auswahl beliebter Garten- und Zimmerpflanzen vor, deren Genuss beim Tier Vergiftungserscheinungen von Durchfall über Erbrechen bis hin zu ernsthaften Organschädigungen führen kann:

Giftpflanzen in Garten und umwelt

Deutsche Bezeichnung

Azaleen

Buchsbaum

Bärenklau, Riesenbärenklau

Besenginster 

Blauregen

Christrose

Eibe

Eisenhut, Echter Sturmhut

Efeu

Engelstrompete

Fingerhut

Goldregen

Gartenbohne

Giftsumach

Glyzine

Grüne Bohne

Herbstzeitlose

Herkuleskraut

Lupine

Maiglöckchen 

Oleander

Rhododenron, Almrausch

Stechapfel

Seidelbast

Tulpe

Tollkirsche

Wunderbaum

Zaun-Thuja

Lateinische Bezeichnung

Azalea floribunda

Buxus sempervirens

Heracleum sphondylium 

Cytisus scoparius

Wisteria sinensis

Helleborus niger 

Taxus baccata

Aconitum napellus

Hedera helix

Brugmansia-Arten

Digitalis purpurea

Laburnum anagyroides

Phaseolus vulgaris

Toxicodendron radicans

Wisteria sinensis

Phaseolus vulgaris

Colchicum autumnale

Heracleum mantegazzianum

Lupinus polyphyllos

Convalleraria majalis 

Nerium Oleander

Rhododendron ssp.

Datura stramonium

Daphne mezereum 

Tulipa gesneriana

Atropa belladonna

Ricinus communis

Thuja occidentalis

Giftigkeit

Giftig

Gering giftig bis giftig

Giftig bis sehr giftig

Gering giftig bis giftig 

Giftig 

Sehr giftig 

Giftig bis  sehr giftig

Sehr giftig

Giftig

Sehr giftig

Giftig bis sehr giftig 

Giftig bis sehr giftig

Sehr giftig

Sehr giftig

Giftig 

Sehr giftig

Sehr giftig

Giftig bis sehr giftig

Giftig

Giftig

Giftig bis sehr giftig

Giftig

Sehr giftig

Sehr giftig

Giftig 

Sehr giftig

Sehr giftig 

Giftig

Deutsche Bezeichnung
Lateinische Bezeichnung

Azaleen
Azalea floribunda
Giftig

Buchsbaum
Buxus sempervirens
Gering giftig bis giftig

Bärenklau, Riesenbärenklau
Heracleum sphondylium
Giftig bis sehr giftig

Besenginster
Cytisus scoparius
Gering giftig bis giftig

Blauregen
Wisteria sinensis
Giftig

Christrose
Helleborus niger
Sehr giftig

Eibe
Taxus baccata
Giftig bis sehr giftig

Eisenhut, echter Sturmhut
Aconitum napellus
Sehr giftig

Efeu
Hedera helix
Giftig

Engelstrompete
Brugmansia-Arten
Sehr giftig

Fingerhut
Digitalis purpurea
Giftig bis sehr giftig

Goldregen
Laburnum anagyroides
Giftig bis sehr giftig

Gartenbohne
Phaseolus vulgaris
Sehr giftig

Giftsumach
Toxicodendron radicans
Sehr giftig

Glycine
Wisteria sinensis
Giftig

Grüne Bohne
Phaseolus vulgaris
Sehr giftig

Herbstzeitlose
Colchicum autumnale
Sehr giftig

Herkuleskraut
Heracleum mantegazzianum
Giftig bis sehr giftig

Lupine
Lupinus polyphyllos
Giftig

Maiglöckchen
Convalleraria majalis
Giftig

Oleander
Nerium Oleander
Giftig bis sehr giftig

Rhododenron, Almrausch
Rhododendron ssp.
Giftig

Stechapfel
Datura stramonium
Sehr giftig

Seidelbast
Daphne mezereum
Sehr giftig

Tulpe
Tulipa gesneriana
Giftig

Tollkirsche
Atropa belladonna
Sehr giftig

Wunderbaum
Ricinus communis
Sehr giftig

Zaun-Thuja
Thuja occidentalis
Giftig

Giftig
 

Gering giftig bis giftig

Giftig bis sehr giftig

Gering giftig bis giftig

Giftig
 

Sehr giftig
 

Giftig bis sehr giftig

Sehr giftig
 

Giftig
 

Sehr giftig
 

Giftig bis sehr giftig

Giftig bis sehr giftig

Sehr giftig
 

Sehr giftig
 

Giftig
 

Sehr giftig
 

Sehr giftig
 

Giftig bis sehr giftig
 

Giftig
 

Giftig
 

Giftig bis sehr giftig

Giftig
 

Sehr giftig
 

Sehr giftig
 

Giftig
 

Sehr giftig
 

Sehr giftig
 

Giftig

Zimmerpflanzen

Deutsche Bezeichnung

Christusdorn

Fensterblatt, Philodendron

Gummibaumarten

Korallenbäumchen

Weihnachtsstern

Zimmerfarne

Zimmercalla

 

Lateinische Bezeichnung

Ilex aquifolium

Monstera deliciosa

Ficus

Solanum pseudocapsicum

Euphorbia pulcherrima

z.B. Platycerium

Zantedeschia aethiopica

Giftigkeit

Giftig

Giftig

Giftig

Giftig

Giftig

Giftig

Giftig

 

Deutsche Bezeichnung
Lateinische Bezeichnung

Christusdorn
Ilex aquifolium
Giftig

Fensterblatt, Philodendron
Monstera deliciosa
Giftig

Gummibaumarten
Ficus
Giftig

Korallenbäumchen
Solanum pseudocapsicum
Giftig

Weihnachtsstern
Euphorbia pulcherrima
Giftig

Zimmerfarne
z.B. Platycerium
Giftig

Zimmercalla
Zantedeschia aethiopica
Giftig

Giftig
 

Giftig
 

Giftig
 

Giftig
 

Giftig
 

Giftig
 

Giftig

Glaukom

Zahnwurzeleiterung
Zahnwurzeleiterung
Glaukom bei der Katze
Glaukom bei der Katze

Zahnwurzeleiterung mit Durchbruch zum Augapfel und Auslösen des Glaukoms

Unter Glaukom (Grüner Star) versteht man einen erhöhten inneren Augendruck. Dabei tritt der Augapfel deutlicher hervor, die Hornhaut beginnt sich grünlich zu trüben und es kann zu einem unvollständigen Lidschluss führen. Ein Glaukom ist schmerzhaft. Der Augendruck kann mit einem Tonopen gemessen werden. Zur Therapie werden spezielle Glaukomtropfen und auch Kortison (Spritzen) verwendet.

Kastration Kater

Nach dem österreichischen Tierschutzgesetz ist die Kastration für alle Kater verpflichtend (außer für Züchter und Landwirte).

Vorteile der Kastration:

  • Kein Markieren
  • Kein penetranter „Katergeruch“
  • Kein Drangwandern
  • Bessere Körperpflege


Die Kastration kann ab dem fünften Lebensmonat (empfohlen ab 2,5 Kilogramm) durchgeführt werden.

Operation:
Der Kater wird mit Injektionsnarkose, Rasur und Desinfektion der Operationsstelle vorbereitet. Bei unserer Standardtechnik wird der Hodensack geöffnet, die Hoden vorgelagert, abgebunden und entfernt. Eine oberflächliche Wundbehandlung und ein abdeckender Spray versorgen die Wunde ausreichend. Eine Naht am Hodensack wird nur bei älteren Katern gesetzt.

Kastration Katze

Nach dem österreichischen Tierschutzgesetz ist die Kastration für alle Katzen verpflichtend (außer für Züchter und Landwirte).

Vorteile der Kastration:

  • Kein Markieren
  • Keine penetranten „Rolligkeiten“
  • Keine Trächtigkeiten
  • Bessere Körperpflege
  • Keine psychischen Störungen (Nahrungsverweigerung)

Die Kastration kann ab dem fünften Lebensmonat (empfohlen ab 2,5 Kilogramm) durchgeführt werden.

Operation:
Die Katze wird mit Injektionsnarkose, Rasur und Desinfektion der Operationsstelle vorbereitet und mit steuerbarer Inhalationsnarkose operiert. Ein sehr kleiner Schnitt im Bereich der Nabelregion ermöglicht das Vorlagern der beiden Eierstöcke (mittels Operationshäkchen). Diese werden entfernt und die Bauchdecke dreischichtig verschlossen.
Bei trächtigen Katzen muss der Schnitt vergrößert und die gesamte Gebärmutter entfernt werden. Gegen die postoperativen Schmerzen bekommt die Katze eine Injektion. Bei Bedarf muss die Patientin einen Trichter tragen. Nach zehn Tagen erfolgt die Wundkontrolle und die Fäden werden gezogen.

Tierkennzeichnung mit Mikrochip

Um Ihre Katze eindeutig identifizieren zu können, implantieren wir einen Transponder. Mit einem speziellen sterilen Injektionsgerät wird er – ähnlich wie bei einer Impfung – schmerzfrei direkt unter die Haut injiziert. Der Transponder ist etwa reiskorngroß und bleibt lebenslänglich, von außen unmanipulierbar, an dieser Stelle reaktionslos liegen.

Er besteht aus einer Bioglaskapsel, die den ISO-Mikrochip mit der für jedes Tier weltweit einmaligen Codenummer enthält sowie einer kleinen Antenne, die das Ablesen der Daten durch einen Scanner (Lesegerät) ermöglicht. Nach erfolgter Applikation wird Ihre Katze unter der entsprechenden Codenummer bei der Internationalen Zentralen Haustierregistrierung gespeichert.

Sollte Ihr Tier abhanden kommen, bietet eine sofortige Meldung an die Internationale Datenbank die Möglichkeit eines raschen Fundes. Wird die Katze aufgegriffen und beispielsweise in einem Tierheim abgegeben, so kann mittels Scanner die Codenummer abgelesen und der Tierhalter schnell ausfindig gemacht werden.

Kiefertumor

Katze mit Kiefertumor

Vor der Operation

Entfernter Kiefertumor

Nach der Operation

Katze mit Kiefertumor

Vor der Operation

Entfernter Kiefertumor

Nach der Operation

Kontaktallergie

Ekzem verursacht durch Allergie
Katze mit Trichter
Katze mit Trichter
Katze mit Trichter

Fallbeispiel: Entzündliches Ekzem verursacht durch eine Kontaktallergie mit weiteren betroffenen Stellen am Schulterblatt
Durch intensives Belecken und Kratzen kommt es zu flächigem Haarausfall und Hautentzündungen (Leckekzem). Die wichtigste therapeutische Behandlung ist das Verhindern von Lecken und Kratzen – dies gelingt z.B. durch das Anlegen eines Trichters.

Das Kreuz mit dem Band

„Mein Hund/meine Katze ist mit einem Bein irgendwo hängen geblieben, angefahren worden oder ist in ein Loch getreten. Das Tier hat furchtbar aufgeheult und seither wird das Bein kaum mehr verwendet.“ Dieser Bericht lässt den Tierarzt sofort an einen Kreuzbandriss denken, da es leider relativ häufig zu derartigen Verletzungen kommt.

Eine genauere Untersuchung bringt Gewissheit. Ist der erste Schock vorbei, muss chirurgisch eingegriffen werden. Geschieht das nicht, so erholt sich das Tier nur scheinbar und entwickelt innerhalb von drei Monaten eine chronische Gelenksentzündung.

Bei der chirurgischen Behandlung werden die Reste des gerissenen Bandes aus dem Gelenk entfernt, Fehlstellungen berichtigt, der Meniskus bei Bedarf korrigiert und ein Bandersatz hergestellt. Dadurch kann das Gelenk sehr schnell und nahezu vollständig wieder funktionieren.

Ist die Wundheilung abgeschlossen, wird das Bein vom betroffenen Tier sehr rasch in vollem Umfang wieder eingesetzt. So macht das Streifen durch das Revier bald wieder Spaß!

Lymphom

Lymphome sind tumoröse Entartungen der Lymphknoten und des lymphatischen Gewebes. Bei der Katze treten sie meist im Darmgekröse und im Darm auf, seltener in Leber, Milz oder anderen Lokalisationen.

Typische klinische Erscheinungen sind wiederholtes Erbrechen, Appetitlosigkeit und Abmagerung. Diese Krankheit ist schwer zu diagnostzieren, weil sie meist keine Veränderungen im Blutbild oder im Röntgen zeigt. Die beste Diagnostik erfolgt mit Ultraschall.

Wucherung der Darmlymphknoten

Es gibt keine sichere Therapie für diese Krankheit. Eine Kortison- und Chemotherapie können lebensverlängernd sein (die durchschnittliche Überlebenszeit ab der Diagnosestellung beläuft sich auf einen Monat – mit Therapie längstens ein Jahr).

Lymphom im Oberkiefer

Katze mit Lymphom im Oberkiefer

Lymphom im Oberkiefer

Entferntes Lymphom

Malignes Lymphom

Katze während Operation

Malignes Lymphom

Entferntes malignes Lymphom

Nierenerkrankungen bei der Katze

Im Alter neigen Katzen häufig zu eingeschränkter Nierenfunktion. Meist nur zufällig wird das erste Stadium einer eingeschränkten Nierenfunktion vom Tierarzt bei einer Routineuntersuchung festgestellt.

Wertvolle Informationen über die Nierentätigkeit geben hier bestimmte Parameter im Blut. In weiterer Folge ist es sinnvoll, Röntgen-, Ultraschall- und gezielte Harnuntersuchungen durchzuführen. In einem frühen Stadium kann durch geeignete Maßnahmen, wie beispielsweise Infusionen, eine wesentliche Besserung bis Beschwerdefreiheit erreicht werden.

Eine entscheidende Bedeutung spielt die Ernährung. Die Nahrung muss der Katze mehrmals täglich in kleinen Portionen angeboten werden. Spezielle, ausschließlich beim Tierarzt erhältliche Nierendiäten haben sich hierbei sehr bewährt. Es muss immer genug Trinkwasser vorhanden sein!

Notfall

Wann spricht man bei einem Hund/einer Katze von einem Notfall?

Wann sollten Sie ohne zu zögern Ihren Tierarzt aufsuchen oder zumindest anrufen?

  • Auf jeden Fall nach Unfällen wie Autounfall, Fenstersturz oder ähnlichem! Auch wenn äußerlich nichts zu sehen ist, sollte eine Schockbehandlung und Antibiose durchgeführt werden.
  • Tiefe, klaffende, verschmutzte oder blutende Wunden
  • Plötzlich hochgradige Lahmheit (abnorme Extremitätenstellung, Fraktur oder Ausrenkung)
  • Fremdkörper in den Ohren (plötzlich eintretendes, heftiges gleichsam unaufhörliches Ohrenschütteln begleitet von Schmerzlauten), in der Nase, den Augen oder in den Zwischenzehenbereich
  • Verschluckte Fremdkörper: Wenn man gesehen hat, dass das Tier einen Fremdkörper (z.B. Ball, Quietschpuppe, Kastanie, Wolle, Garn, Nadel) aufgenommen oder damit gespielt hat und dieser jetzt unauffindbar ist
  • Oftmaliges Erbrechen und seit Stunden kein Kotabsatz (Verdacht auf Magendrehung)
  • Einseitige Blähung des Bauches mit gespanntem Gang, Versuche zu erbrechen, zunehmende Mattigkeit (Verdacht auf Magendrehung)
  • Tier in Seitenlage (es kann – trotz Bemühung – nicht aufstehen)
  • Pumpende oder röchelnde Atmung
  • Sogenannte „epileptiforme“ Anfälle (sehr kurze bis Minuten dauernde Krampfanfälle; das Tier ist nicht ansprechbar; hat „Schaum vor dem Mund“)
  • Wenn man gesehen hat, dass das Tier giftige Substanzen aufgenommen hat oder nur mehr Verpackungsreste auffindbar sind
  • Durchfall und Erbrechen, wenn diese länger als einen Tag dauern
  • Schwankender Gang
  • Durchfall bei Welpen

Bei Welpen oder alten und kranken Tieren sind aber auch schon mildere Symptome sehr ernst zu nehmen!

Ohrenprobleme

Ohren können so manche Sorge bereiten, wenn sich das Tier schüttelt und verzweifelt kratzt. Meist sind es Bakterien und Pilze, manchmal auch Milben, die sich im äußeren Gehörgang befinden, und Ursprung einer Ohrenentzündung oder eines Blutohres, verursacht durch dauerndes Schütteln, sind.

Eine gezielte antimikrobielle Therapie kann mittels Ohrtupferproben durchgeführt werden. Erfolgt in diesem Stadium keine tierärztliche Behandlung, kommt es zu einer Trommelfellaffektion und bald zu einer schmerzhaften Mittelohrentzündung.

Auch Fremdkörper, wie z.B. eine spitze Getreidegranne, finden sich regelmäßig als gefährliche, ungebetene Gäste im Ohr eines Tieres wieder. Auf keinen Fall darf man mit Wattestäbchen in den Gehörgang bohren. Dies verursacht nur Schmerzen sowie eine Kompression der Entzündungsprodukte – es besteht die Gefahr der Trommelfellzerstörung.

Eine regelmäßige Ohrenkontrolle (vor allem bei Hunden, die häufig schwimmen) ist empfehlenswert. Der rechtzeitige Weg zum Tierarzt erspart Schmerzen, Ärger und Folgekosten.

Ohrrandtumor

Katzen, die direkter Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind, leben über Jahre hinweg mit dem Risiko an einem Ohrrandtumor zu erkranken. Besonders gefährdet sind nicht pigmentierte (weiße) Ohren. Durch die geringe Behaarung des Ohres besteht wenig Schutz vor UV-Strahlung. Daher bekommen diese Katzen leicht einen Sonnenbrand und infolgedessen auch Hautkrebs.

Anfangs zeigt sich bei betroffenen Tieren Krustenbildung und sie beginnen damit, sich vermehrt am Ohr zu kratzen. Dies führt später zu nicht heilenden Wunden, die immer wieder bluten. Sie erinnern an Kratz- und Bissverletzungen durch Raufhandel unter Katzen.

Rechtzeitiges Einschmieren der Ohren mit handelsüblicher Sonnencreme beugt dem Problem vor. Wenn bereits Veränderungen am Ohrrand bestehen, hilft nur mehr eine Operation.

Katze mit Ohrrandtumor
Katze mit Ohrrandtumor unter Narkose
Entfernter Ohrrandtumor
Katze während der Ohrrandtumor-Operation
Katze während der Ohrrandtumor-Operation
Entferntes befallenes Gewebe
Entferntes befallenes Gewebe
Operierter Ohrrandtumor

Reisen mit einer Katze

Am 03. Juli 2004 traten, wie von der Europäischen Union geplant, neue Bestimmungen zu den Reisen mit Katzen in Kraft. Seit diesem Datum ist es nötig, innerhalb der Europäischen Union einen Heimtierausweis mitzuführen. Sie erhalten ihn bei Ihrem praktischen Tierarzt.

Darin eingetragen werden die Identität des Tieres und alle Impfungen. Die Kennzeichnung der Tiere mittels Mikrochip ist verpflichtend. Mit einer Übergangsfrist von acht Jahren werden auch noch gut lesbare Tätowierungen anerkannt. Ausnahmebestimmungen gibt es für Großbritannien, Norwegen und Schweden. Länder außerhalb der EU verlangen auch noch ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis.

Aktuelle Information erhalten Sie beim ÖAMTC oder bei der entsprechenden Botschaft. Die Heimtierausweise werden auch in folgenden Ländern anerkannt: Andorra, Schweiz, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, Vatikanstadt.

Katzen dürfen auch weiterhin aus Drittländern mitgebracht werden. Dafür ist ein neues, vom Amtstierarzt im Herkunftsland zu bestätigendes Zeugnis als Anhang II, Teil B, Abschnitt 2 der EU-Richtlinie 998/2003 vorgesehen. Voraussetzung für die Einreise ist die Kennzeichnung mittels Mikrochip und die Tollwutimpfung, welche mindestens vier Wochen alt sein muss. Außerdem ist eine Blutuntersuchung zum Zweck der Bestimmung des Tollwutschutzes drei Monate vor der Ausreise erforderlich, welche in einem von der EU anerkannten Labor durchgeführt werden muss.

Um ein Tier aus Österreich in den Urlaub nach Drittstaaten (auch auf der Autoreise nach Griechenland passiert man meistens Nicht-EU-Länder – Ausnahme dabei ist die Autofähre ab Italien!) mitnehmen zu können, ist eine Blutuntersuchung vor der Ausreise nötig, welche bei regelmäßiger, jährlicher Tollwutimpfung lebenslang gilt.

Um Ihre Katze eindeutig identifizieren zu können, implantieren wir einen Transponder. Mit einem speziellen sterilen Injektionsgerät wird er schmerzfrei direkt unter die Haut injiziert, ähnlich wie bei einer Impfung. Der Transponder ist etwa reiskorngroß und bleibt lebenslänglich, von außen unmanipulierbar, an dieser Stelle reaktionslos liegen.

Er besteht aus einer Bioglaskapsel, die den ISO-Mikrochip mit der für jedes Tier weltweit einmaligen Codenummer enthält sowie eine kleine Antenne, die das Ablesen der Daten durch einen Scanner (Lesegerät) ermöglicht. Nach erfolgter Applikation wird Ihre Katze unter der entsprechenden Codenummer bei der Internationalen Zentralen Haustierregistrierung gespeichert.

Sollte sie abhanden kommen, bietet eine sofortige Meldung an die Internationale Datenbank die Möglichkeit eines raschen Fundes. Wird die Katze aufgegriffen und beispielsweise in einem Tierheim abgegeben, so kann mittels Scanners die Codenummer abgelesen und der Tierhalter schnell ausfindig gemacht werden.

Tollwut

Tollwut ist eine Viruserkrankung, die in zwei Formen auftritt: als urbane Wut bei Hunden und Katzen in Städten des Nahen Ostens und als sylvatische Wut in unseren Breiten bei Wildtieren. Nur selten kommt es zum Vordringen der Tollwut in menschliche Nähe.

Entlang Österreichs Grenzen gibt es nach wie vor Tollwutfälle. Ein erkrankter Fuchs kann aufgrund eines abnormen Wandertriebes Strecken bis zu 40 Kilometer an einem Tag zurücklegen. Auf Haustiere wird die Tollwut durch Marder, Füchse, Dachse und auch andere Tiere übertragen.

Vorraussetzung für eine sichere Bekämpfung der Wut ist die Schutzimpfung aller Hunde und aller freilaufenden Katzen. Diese Impfung schützt nicht nur das Tier, sondern auch den Menschen, der mit ihm zusammenlebt.

Die Tollwutimpfung ist wichtig!

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Würmer

Bandwürmer in Erbrochenem

Bandwurm in Erbrochenem

Bandwürmer in Erbrochenem

Bandwurm in Erbrochenem

Spulwurm

Spulwurm

Spulwurm

Spulwurm

Bei Würmern (Endoparasiten) unterscheiden wir zwei Gruppen – Rundwürmer und Bandwürmer.

Rundwürmer:
Bei den Rundwürmern sind bei der Katze besonders die Spulwürmer (Ascariden) von großer Bedeutung. Sie können bereits bei einer jungen Katze in großer Menge im Magen und Darm vorkommen. Diese „nudelartigen“ Würmer werden schon mit der Muttermilch an den Welpen weitergegeben; weiters werden sie über Mäuse und Kot übertragen. Bei starkem Befall kann es zu Brechdurchfall, Blutarmut und Abwehrschwäche kommen. Jungkatzen müssen monatlich bis zum fünften Monat entwurmt werden; danach vier Mal jährlich bei Freiläufern und ein Mal jährlich bei Wohnungskatzen.

Bandwürmer:
werden durch Mäuse und Flöhe übertragen. Sie kommen daher fast nur bei Freiläufern vor. Bei einem Befall werden die Eier mit Bandwurmgliedern dauernd ausgeschieden, daher ist die Ansteckung für den Menschen (Kinder) leicht möglich. Die Therapie besteht aus einer vier- bis sechsmaligen Entwurmung pro Jahr.

Zahnprobleme bei Tieren

Auch bei Tieren verursachen Erkrankungen des Gebisses starke Schmerzen und gefährden die Gesundheit des ganzen Körpers. Daher sollte zumindest einmal pro Jahr die Zahngesundheit kontrolliert werden.

Der Grund, warum unsere Haustiere ihre Zahnschmerzen erst sehr spät zeigen, ist denkbar einfach: Würden sie in der Natur in einem Verband mit mehreren Tieren leben, wären sie durch die Verweigerung der Nahrungsaufnahme als geschwächt identifizierbar und würden als Risiko für die Sicherheit der anderen Familienmitglieder ausgestoßen werden.

Zahnstein kann mittels Ultraschall entfernt, abgebrochene Zähne plombiert, aufgebaut oder überkront und Fehlstellungen, vor allem bei Junghunden, mit Zahnspangen korrigiert werden. Das Ziehen von kranken Zähnen sollte auch bei Tieren nur mehr als allerletzte Möglichkeit in Betracht gezogen werden.

Zecken!

Kleiner Stich mit bösen Folgen

Sobald die Tage länger werden und die Temperaturen steigen, werden auch die Zecken wieder aktiv. Die hungrigen Parasiten lauern im Gebüsch und in Gräsern auf ihre Chance. Sobald sie Körperwärme spüren, haften sie sich an den Wirt – egal ob Hund, Katze oder Mensch – und beginnen sich im Uhrzeigersinn schraubenartig in die Haut einzubohren.
Dabei sind die Zecken so klein, dass man sie fast nicht sehen kann. Je mehr Blut die Zecken saugen, umso größer werden sie. Manche erreichen sogar Kirschgröße. Dabei wird von den Zecken Speichel abgegeben, der das Blut am Gerinnen hemmt. Hier liegt die große Gefahr der Krankheitsübertragung.

Welche Krankheitserreger übertragen sie?

Die gefährlichsten Krankheiten sind:

  • Die F.S.M.E (Frühsommermeningoencephalitis; betrifft oft den Menschen, seltener den Hund)
  • Borreliose (betrifft oft den Menschen, ebenso den Hund)
  • Unspezifische Infektionen (davon ist eine Katze öfters betroffen; Hunde und Menschen nur manchmal)
  • Babesiose (Hunde): Osten Österreichs, südliches und östliches Ausland

F.S.M.E (Frühsommermeningoencephalitis):
... ist für den Menschen die gefährlichste Krankheit, die Zecken übertragen können. Dafür gibt es jedoch eine Schutzimpfung.

Unspezifische Infektionen:
Können natürlich auch beim Biss übertragen werden. Verschiedene Schmutzkeime an Zecken oder Hautkeime können in die Blutbahn geraten. Es treten dieselben Symptome wie bei der Borreliose auf: Rötung, Schwellung und Fieber. Allerdings bildet sich kein roter Ring aus. An dieser Form der Zeckeninfektion erkranken vor allem Katzen. Natürlich ist das auch bei Menschen und beim Hund möglich.

Wie schütze ich meine Katze vor Zecken?

Findet man einen angebissenen Zecken, so ist er vorsichtig mit einer Zeckenzange und einer Drehung gegen den Uhrzeigersinn zu entfernen. Sofort auf die Bissstelle ein Desinfektionsmittel geben, bzw. vor dem Entfernen des Zecken desinfizieren.
Als Maßnahme, damit Zecken gar nicht auf das Tier gehen, gibt es einige Medikamente und biologische Substanzen.

Sehr wirkungsvoll:

  • Zeckenampulle
  • Zeckenhalsband

Wechselnde oder leichte Wirkung haben:

  • Verdünntes Teebaumöl
  • Zitronellenöl
  • Kampfertinktur verdünnt

WICHTIG: Wenn ein Zeckenbiss stark anschwillt und die Tiere matt und müde sind, dann sofort zum Tierarzt gehen!

Für weitere Fragen stehen Ihnen mein Team und ich gerne zur Verfügung!