Patellaluxation

Hund mit Patellaluxation am Vorderbein
Hund mit Patellaluxation am Vorderbein
Operation der Patellaluxation
Operation der Patellaluxation

Gelenksumstellung wegen hochgradiger Kniescheibenluxation (hüpfende Kniescheibe) bei einem Akita Inu

Bei einer Patellaluxation handelt es sich um eine zu lockere und daher herausspringende Kniescheibe. Diese Krankheit ist meist angeboren und kommt besonders bei kleineren Hunderassen vor.
Die Patellaluxation kann in fünf Schweregraden auftreten. Während Grad eins und zwei für Hunde nur wenig Probleme bedeuten, sollten Grad drei bis fünf mittels einer Kniegelenksoperation gerichtet werden. Nicht behandelte Patellaluxationen führen zu Fehlstellungen des Fußes, chronischen Entzündungen und Schmerzen.

Pilzinfektion

Hund mit Pilzinfektion auf dem Rücken

Mikrosporie ist eine höchst ansteckende Pilzinfektion, die auch auf den Menschen übertragbar ist!

Weiters kommen Hefepilze (Malessezien) beim Hund häufig vor.

Im Vergleich zu Ekzemen jucken Pilzinfektionen kaum.

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Radius Curvus

Hund mit verdrehten Vorderbeinen

Missbildung des Unterarms eines Dackelmischlings

Der Radius Curvus ist eine angeborene Missbildung, bei der die Speiche deutlich länger ist als die Elle. Durch eine Verkürzung oder Verlängerung des entsprechenden Knochens kann eine Verbesserung oder Heilung dieser Fehlstellung erreicht werden. Diese Operation sollte im ersten Lebensjahr erfolgen, da es sonst zu bleibenden Gelenksschädigungen kommt.

Gerne betroffen von dieser Krankheit sind Dackelmischlinge und sehr große Hunde wie z.B. Doggen.

Reisen mit dem Hund

Am 03. Juli 2004 traten, wie von der Europäischen Union geplant, neue Bestimmungen zu den Reisen mit Hunden in Kraft. Seit diesem Datum ist es nötig, innerhalb der Europäischen Union einen Heimtierausweis mitzuführen. Sie erhalten ihn bei Ihrem praktischen Tierarzt.

Darin eingetragen werden die Identität des Tieres und alle Impfungen. Die Kennzeichnung der Tiere mittels Mikrochip ist verpflichtend. Mit einer Übergangsfrist von acht Jahren werden auch noch gut lesbare Tätowierungen anerkannt. Ausnahmebestimmungen gibt es für Großbritannien, Norwegen und Schweden. Länder außerhalb der EU verlangen auch noch ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis.

Aktuelle Information erhalten Sie beim ÖAMTC oder bei der entsprechenden Botschaft. Die Heimtierausweise werden auch in folgenden Ländern anerkannt: Andorra, Schweiz, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, Vatikanstadt.

Hunde dürfen auch weiterhin aus Drittländern mitgebracht werden. Dafür ist ein neues, vom Amtstierarzt im Herkunftsland zu bestätigendes Zeugnis als Anhang II, Teil B, Abschnitt 2 der EU-Richtlinie 998/2003 vorgesehen. Voraussetzung für die Einreise ist die Kennzeichnung mittels Mikrochip und die Tollwutimpfung, welche mindestens vier Wochen alt sein muss. Außerdem ist eine Blutuntersuchung zum Zweck der Bestimmung des Tollwutschutzes drei Monate vor der Ausreise erforderlich, welche in einem von der EU anerkannten Labor durchgeführt werden muss.

Um ein Tier aus Österreich in den Urlaub nach Drittstaaten (auch auf der Autoreise nach Griechenland passiert man meistens Nicht-EU-Länder – Ausnahme dabei ist die Autofähre ab Italien!) mitnehmen zu können, ist eine Blutuntersuchung vor der Ausreise nötig, welche bei regelmäßiger, jährlicher Tollwutimpfung lebenslang gilt.

Um Ihren Hund eindeutig identifizieren zu können, implantieren wir einen Transponder. Mit einem speziellen sterilen Injektionsgerät wird er schmerzfrei direkt unter die Haut injiziert, ähnlich wie bei einer Impfung. Der Transponder ist etwa reiskorngroß und bleibt lebenslänglich, von außen unmanipulierbar, an dieser Stelle reaktionslos liegen.

Er besteht aus einer Bioglaskapsel, die den ISO-Mikrochip mit der für jedes Tier weltweit einmaligen Codenummer enthält sowie eine kleine Antenne, die das Ablesen der Daten durch einen Scanner (Lesegerät) ermöglicht. Nach erfolgter Applikation wird Ihre Katze unter der entsprechenden Codenummer bei der Internationalen Zentralen Haustierregistrierung gespeichert.

Sollte er abhanden kommen, bietet eine sofortige Meldung an die Internationale Datenbank die Möglichkeit eines raschen Fundes. Wird der Hund aufgegriffen und beispielsweise in einem Tierheim abgegeben, so kann mittels Scanners die Codenummer abgelesen und der Tierhalter schnell ausfindig gemacht werden.
 

Schäferkeratitis

Bei der Schäferkeratitis handelt es sich um eine angeborene Erkrankung der Hornhaut im Auge – vor allem bei Schäferhunden.

Zu Beginn zeigt sich eine Rötung im äußeren Augenwinkel. In der Folge beginnt sich diese Rötung schwarz zu pigmentieren und wächst von außen in die Mitte der Hornhaut. Das kann bis zur völligen Schwarzfärbung der Hornhaut und damit zum Erblinden führen. Meist merkt man während dieser Krankheit verstärkten Tränenfluss, starke Rötung der Hornhaut und andere Entzündungssymptome. Manchmal verläuft die Krankheit auch schleichend.

Hund mit Schäferkeratitis
Hund mit Schäferkeratitis
Hund mit Schäferkeratitis
Hund mit Schäferkeratitis

Zur Behandlung sind cortisonhältige oder cyclosporinhältige Augensalben geeignet. In schwerwiegenden Fällen kann man das Auge mit Kortison unterspritzen.

Shunt-Erkrankung

Eine Shunt-Erkrankung ist eine meist angeborene Gefäßveränderung. Hier führt ein Blutgefäß von der Pfortader an der Leber vorbei direkt in die Bauchvene. Dadurch wachsen die Tiere schlecht (kümmern), sie zeigen hohe Nervosität und oft frühzeitig epileptische Anfälle. Bei Untersuchungen sind Leber- und Gallenwerte erhöht und die Leber ist verkleinert. Mit einer sehr guten Ultraschalluntersuchung kann man ein oder mehrere Shunt-Gefäße finden.

Die einzige Therapie besteht im langsamen Abschnüren des Kurzschluss(Shunt)gefäßes, damit die Leber ihre normale Funktion aufnehmen kann. Hierfür gibt es spezielle Shunt-Ringe (Ameroidring). Dieser Ring wird bei einer aufwendigen OP eingesetzt, wobei meist eine Kontrastuntersuchung der Darmvenen nötig ist, um das richtige Gefäß zu finden. Innerhalb von 14 Tage verschließt sich dieser schrittweise.

Eingabe von Kontrastmittel

Eingabe von Kontrastmittel in eine Darmvene ...

Eingabe von Kontrastmittel

Eingabe von Kontrastmittel in eine Darmvene ...

Röntgenbild der verschlossenen Vene

zur rötgenologischen Darstellung des Shunt-Gefäßes.

Röntgenbild der verschlossenen Vene

zur rötgenologischen Darstellung des Shunt-Gefäßes.

Eingesetzter Gefäßring

Nach Applikation eines sich langsam verschließenden Gefäßringes um das Shunt-Gefäß bei einem kleinen Yorkshireterrier.

Tollwut

Mit Tollwut infizierter Hund

Typischer Gesichtsausdruck bei einer Tollwutinfektion
(starrer Blick, verkrampfte Kopfhaltung mit abnormaler Ohrenstellung)

Tollwut ist eine virale Erkrankung (Rabies Virus), die durch den Biss eines infizierten Haus- oder Wildtieres übertragen wird. Bei uns sind die Hauptüberträger Füchse, Hunde und Katzen. In Österreich gibt es die Tollwut nur in den südlichen und östlichen Regionen. Oberösterreich ist seit dem Jahr 2000 tollwutfrei.

Das Virus wird mit dem Speichel beim Biss übertragen. Kurz darauf beginnt es entlang der Nerven ins Gehirn einzuwandern und sich dabei zu vermehren. Vom Gehirn breiten sich die Tollwutviren in die Speicheldrüsen aus. Nach dem Befall des Gehirnes beginnen die Tiere stark zu speicheln und bekommen Beißwut.

Für erkrankte Tiere und Menschen gibt es keine Rettung. Frisch Infizierten kann eine sehr schmerzhafte passive Immunisierung helfen. Der beste Schutz ist eine harmlose Schutzimpfung (aktive Immunisierung) gegen Tollwut.

Für Hunde, Katzen und Frettchen ist die Tollwutimpfung bei einem Grenzübertritt verpflichtend. Das wird im EU-Pass eingetragen. Die Gültigkeit beträgt zwischen ein und drei Jahre.

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Urlaub mit dem Hund

Wenn Sie mit Ihrem Hund ins Ausland verreisen möchten, sollten sie rechtzeitig einige Vorkehrungen treffen. Ihr Vierbeiner benötigt in jedem Fall einen internationalen Impfpass mit einer gültigen Tollwutimpfung. Einige Länder verlangen außerdem bei der Einreise ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis und/oder eine elektronische Tierkennzeichnung (Mikrochip).

Besonders wenn Sie Richtung Süden unterweg sind, gilt es, den Hund vor einigen schweren Erkrankungen zu schützen:
Der Herzwurm ist in südlichen Ländern bereits sehr verbreitet. Er wird mittels stechender Insekten übertragen. Die Larven wandern über das Blutgefäßsystem in das Herz, wo sich die Würmer festsetzen und gravierende Schäden verursachen. Die typischen Krankheitsanzeichen (Atemnot, Husten) treten jedoch erst spät, d.h. lange nach dem Urlaub, auf. Zur Vermeidung von Herzwürmern gibt es verschiedenste prophylaktisch wirksame Medikamente.

Weiters gibt es Blutparasiten, die über bestimmte Zecken übertragen werden. Sie dringen in die roten Blutkörperchen ein und bewirken deren Zerstörung. In der Folge kommt es zu Anämie (Blutarmut). Hier gilt es, sehr gut wirksame Präparate gegen den Zeckenbefall zu verwenden. Verschiedenste Darreichungsformen stehen zur Verfügung (Sprays, Lösungen, Spot-on).

Ein Tierarztbesuch rechtzeitig vor dem Urlaub kann helfen, Erkrankungen zu vermeiden. Sollte Ihr Hund nach der Rückkehr aus dem Urlaub müde oder krank erscheinen, ist eine Blutuntersuchung auf die häufigsten Reisekrankheiten sinnvoll, um eine erfolgte Infektion möglichst frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Sicher und gesund durch den Winter

Wenn es draußen früh dunkel wird, es stürmt, nieselt oder schneit, dann kann der Hundehalter nicht in der warmen Stube bleiben. Man muss raus, denn der Hund braucht auch jetzt seinen Auslauf. Außerdem hält die Bewegung in frischer Luft Mensch und Tier gleichermaßen gesund.

Allerdings sollte man auch einiges beachten:
Liegt draußen Eis und Schnee und wird fleißig gestreut, muss man die Pfoten der Vierbeiner sorgsam mit Pfotenbalsam oder Spray vor allzu spitzen Steinen oder gar Streusalz schützen. Unser besonderes Augenmerk richten wir auf die Zehenzwischenräume. Besonders bei langhaarigen Hunden verkleben die Haare zwischen den Zehen sehr leicht mit dem Eis. Nach dem Spaziergang werden die Eisklumpen mit lauwarmem Wasser aufgetaut und mit einem Handtuch sowohl die Pfoten als auch der Körper ordentlich trockengerieben. Ist das Fell trocken und sauber, entsteht auch nicht der unangenehme Geruch feuchten Fells!

Im Winter haaren Hunde mehr als sonst. Deshalb nicht vergessen, mit einem Pflegehandschuh, Kamm oder Bürste das Tier regelmäßig zu pflegen. Dies fördert nicht nur einen gesunden Fellwuchs, sondern auch die Beziehung zwischen Mensch und Hund. Wenn man auch noch darauf achtet, dass der vierbeinige Freund zugfrei und kuschelig warm liegen kann, dann lässt sich auch die unwirtliche Zeit gut verleben.

Erkrankungen des Atmungsappartes gehören zu den häufigsten Leiden in der kalten Jahreszeit. Besonders Hunde, die im Stadtgebiet wohnen, sind recht häufig von grippalen Infekten betroffen. Schneefressen, staubige Straßen und Gehwege, das Aufnehmen von gefrorenen Essensresten sowie längeres Sitzen oder Liegen auf kaltem Boden wirken begünstigend. Dadurch können bakterielle und virale Infektionen leicht zu einer Erkältung führen.

Eine ausgewogene Fütterung (viele Vitaminzugaben in Form von Tropfen oder Tabletten) sind weitere Punkte, um den Hund gesund durch die kalte Jahreszeit zu bringen.

Die ersten Anzeichen einer Erkrankung im Hals-Rachenraum erkennt der Besitzer daran, dass der Hund weniger oder gar nichts mehr fressen will; dies liegt daran, dass das Schlucken der Nahrung schmerzhaft ist. Weiters kann sich starkes Speicheln und übler Mundgeruch einstellen. Schleimiges Nasenrinnen oder Augenentzündungen kommen in weiterer Folge dazu. Beginnt der Hund auch noch zu husten und zu niesen, wird es Zeit, den Tierarzt aufzusuchen. Lungenentzündungen mit eventuellen Komplikationen sind auch bei Tieren nicht zu unterschätzen.

Keinesfalls sollten Verkühlungen der Hunde wochenlang untherapiert hinausgeschoben werden, da auch beim Tier verschleppte Erkältungskrankheiten Spätfolgen durch Erkrankungen anderer Organe nach sich ziehen können.

Zahnprobleme bei Tieren

Auch bei Tieren verursachen Erkrankungen des Gebisses starke Schmerzen und gefährden die Gesundheit des ganzen Körpers. Daher sollte zumindest einmal pro Jahr die Zahngesundheit kontrolliert werden.

Der Grund, warum unsere Haustiere ihre Zahnschmerzen erst sehr spät zeigen, ist denkbar einfach: Würden sie in der Natur in einem Verband mit mehreren Tieren leben, wären sie durch die Verweigerung der Nahrungsaufnahme als geschwächt identifizierbar und würden als Risiko für die Sicherheit der anderen Familienmitglieder ausgestoßen werden.

Zahnstein kann mittels Ultraschall entfernt, abgebrochene Zähne plombiert, aufgebaut oder überkront und Fehlstellungen, vor allem bei Junghunden, mit Zahnspangen korrigiert werden. Das Ziehen von kranken Zähnen sollte auch bei Tieren nur mehr als allerletzte Möglichkeit in Betracht gezogen werden.

Zecken!

Kleiner Stich mit bösen Folgen

Sobald die Tage länger werden und die Temperaturen steigen, werden auch die Zecken wieder aktiv. Die hungrigen Parasiten lauern im Gebüsch und in Gräsern auf ihre Chance. Sobald sie Körperwärme spüren, haften sie sich an den Wirt – egal ob Hund, Katze oder Mensch – und beginnen sich im Uhrzeigersinn schraubenartig in die Haut einzubohren.
Dabei sind die Zecken so klein, dass man sie fast nicht sehen kann. Je mehr Blut die Zecken saugen, umso größer werden sie. Manche erreichen sogar Kirschgröße. Dabei wird von den Zecken Speichel abgegeben, der das Blut am Gerinnen hemmt. Hier liegt die große Gefahr der Krankheitsübertragung.

Welche Krankheitserreger übertragen sie?

Die gefährlichsten Krankheiten sind:

  • Die F.S.M.E (Frühsommermeningoencephalitis; betrifft oft den Menschen, seltener den Hund)
  • Borreliose (betrifft oft den Menschen, ebenso den Hund)
  • Unspezifische Infektionen (davon ist eine Katze öfters betroffen; Hunde und Menschen nur manchmal)
  • Babesiose (Hunde): Osten Österreichs, südliches und östliches Ausland

F.S.M.E (Frühsommermeningoencephalitis):
... ist für den Menschen die gefährlichste Krankheit, die Zecken übertragen können. Dafür gibt es jedoch eine Schutzimpfung.

Unspezifische Infektionen:
Können natürlich auch beim Biss übertragen werden. Verschiedene Schmutzkeime an Zecken oder Hautkeime können in die Blutbahn geraten. Es treten dieselben Symptome wie bei der Borreliose auf: Rötung, Schwellung und Fieber. Allerdings bildet sich kein roter Ring aus. An dieser Form der Zeckeninfektion erkranken vor allem Katzen. Natürlich ist das auch bei Menschen und beim Hund möglich.

Wie schütze ich meinen Hund vor Zecken?

Findet man einen angebissenen Zecken, so ist er vorsichtig mit einer Zeckenzange und einer Drehung gegen den Uhrzeigersinn zu entfernen. Sofort auf die Bissstelle ein Desinfektionsmittel geben, bzw. vor dem Entfernen des Zecken desinfizieren.
Als Maßnahme, damit Zecken gar nicht auf das Tier gehen, gibt es einige Medikamente und biologische Substanzen.

Sehr wirkungsvoll:

  • Zeckenampulle
  • Zeckenhalsband

Wechselnde oder leichte Wirkung haben:

  • Verdünntes Teebaumöl
  • Zitronellenöl
  • Kampfertinktur verdünnt

WICHTIG: Wenn ein Zeckenbiss stark anschwillt und die Tiere matt und müde sind, dann sofort zum Tierarzt gehen!

Für weitere Fragen stehen Ihnen mein Team und ich gerne zur Verfügung!