Epilepsie

Unter Epilepsie verstehen wir Krampfanfälle (epileptische Anfälle), die verschiedene Ursachen haben und in verschiedenen Stärkegraden auftreten können. Vermehrt treten sie bei Hunden, seltener bei Katzen, auf.

Man unterscheidet zwischen angeborenen und erworbenen Anfällen.
Die Ursache angeborener Anfälle liegt meistens im Gehirn (Gehirnnervenstoffwechsel).
Erworbene Anfälle entstehen durch Organstörungen vor allem der Leber, des Herzens sowie des Gehirns. Verletzungen, Tumore, Vergiftungen und Infektionskrankheiten (Gehirnhautentzündung) können ebenso epileptische Anfälle auslösen.

Anzeichen eines epileptischen Anfalles können sein:

  • Unruhe
  • Aufmerksamkeitsstörungen
  • Zwangsbewegungen
  • Speicheln
  • Zuckungen
  • Umfallen
  • Verkrampfung des ganzen Körpers
  • Kot- und Harnabsatz

Meist dauert der Anfall nur wenige Sekunden – selten länger als eine Minute. Bei einem lang anhaltenden Krampfanfall (länger als 15 Minuten) oder vielen kurz aufeinanderfolgenden Anfällen spricht man von einem Status epilepticus, der zu schweren Schädigungen führen kann.

Der Besitzer sollte den Ort absichern und das Tier auf keinen Fall im Kopfbereich berühren! Bei bekannten Epileptikern empfiehlt es sich, Valiumzäpfchen oder -spritzen mitzuführen.

Zur genauen Abklärung eines Anfalles ist unbedingt der Tierarzt aufzusuchen!

Für die Diagnose ist neben der Krankheitsgeschichte eine Blutanalyse (zur Unterscheidung der Ursachen) wichtig.
Therapiert werden epileptische Anfälle mit Valium und Barbituraten. Auch homöopathische Behandlungen und biologische Präparate können gute Erfolge erzielen. Weiters müssen bei der Therapie organische Krankheiten behandelt werden (Leber, Herz, Diabetes etc.).

Hundeerziehung mit Hundesprache – sprechen Sie „Hund“?

Jeder, der bereits einmal versucht hat, (s)einem Hund etwas beizubringen, kennt das:
Er muss die gesprochenen Worte der Menschensprache erst mühsam erlernen, wie auch wir eine Fremdsprache erst allmählich lernen.

Wie orientiert sich ein Hund?

Für Hunde haben Körpersprache und Geruchssignale einen größeren Stellenwert, als die von uns gerne verwendeten Wörter. Ein Hund lebt absolut in der Gegenwart, er merkt sich stets nur die letzte von ihm aktiv ausgeführte Handlung.

Wie entstehen Missverständnisse zwischen Zwei- und Vierbeinern?
Sich unterwürfig duckend, versucht mancher Hund den wütenden „Leitwolf“ zu beruhigen. Wenn wir das dann fälschlich als „schlechtes Gewissen“ deuten und unser Schimpfen bestätigt fühlen, ist die Verwirrung auf beiden Seiten bald komplett: Dieser „blöde“ Hund folgt aber überhaupt nicht mehr.

Es geht dem Hund bei seiner Verständigung mit uns manchmal ähnlich wie einem Touristen, der uns nach dem Weg zum Bahnhof fragt; nur leider in der für uns „verkehrten“ Sprache.
Bei Verständigungsproblemen hilft es beiden Teilen wenig, wenn die dem Hund unverständlichen Anweisungen lauter geben werden – dazu neigen wir Menschen allerdings gerne. Der versteht uns nicht, also sprechen wir deutlicher – und je nach Temperament auch bald einmal lauter. Deshalb wird der Hund aber unsere Worte nicht besser verstehen. Sein Problem ist ja nicht Schwerhörigkeit, Konzentrationsmangel oder Sturheit, sonder Unverständnis!

Die rettende Körpersprache
Was hilft uns bei unserem Touristen aus der Sackgasse? Das berühmte Reden „mit Händen und Füßen“.
Und wie ist das beim Hund? Das funktioniert meist bei ihm ganz prima. Wenn Sie einen netten fremden Hund anlocken wollen, versuchen Sie es doch auch mit Hinhockerln, leichtem auf die Knie klopfen, sich seitlich abwenden. Nun, damit sprechen Sie bereits „Hund“: „Komm, spiel doch mit mir!“, sagen Sie. Andere „körperliche Worte“, wie Imponier- und Drohgebärden, sind „international“; Menschen und Tiere aller Art verstehen sie.

Die Feinheiten der Hundesprache: Beschwichtigungssignale
Diese „Verbindlichkeiten“ kann ein Hochrangiger äußern, um die anderen seines Wohlwollens zu versichern und sie zu beruhigen; ein Unsicherer spricht damit sich selbst und anderen Mut zu und ein Unterlegener vesucht auf diese Weise, seinen ergrimmten Vorgesetzten zu beschwichtigen.

Was sind nun diese magischen Beschwichtigungsvokabeln? Wie sehen diese wichtigen Beruhigungssignale in der Körpersprache unserer Hunde aus? Sie haben einige davon sicher schon gesehen:
Der Hund schaut weg, er schleckt sich über die Nase, seine Bewegungen werden langsam. Was hat der Hund denn nun eigentlch mit diesen lästig langsamen Gesten gemeint? „Ist ja recht, beruhige dich bitte“, wollte er signalisieren.

Hundesprache im Alltag: Optimale Möglichkeiten
Geht Ihnen inzwischen ein Licht auf, warum man manchmal bei reschen Kommandos so langsam und „lustlos“ reagierende Hunde erlebt? Je mehr der Mensch deshalb tobt, desto zeitlupenartiger „funktioniert“ der Hund – nun schaut er sogar noch weg. Jetzt wissen Sie, dass er dabei nicht stur ist, sondern signalisiert: „Es wird mir zuviel, bitte beruhige dich, ich tu' alles, was du willst.“

Merken Sie, dass Sie selbst dabei unauffällige Beruhigungssignale ausgesendet haben? Gesicht etwas abwenden, langsame Bewegungen, sich eben mal dezent die Lippen lecken.

Diese „magischen Beruhigungsgesten“ helfen Ihnen, einem Hund, der unsicher auf Kommandos reagiert, Ihr Wohlwollen zu versichern. So beruhigen Sie einen Hund mit Gewitterangst oder bauen beispielsweise den Stress eines Ausstellungsneulings ab. Ihnen werden noch tausend Verwendungszwecke für diese speziellen Vokabeln der Hunde-Körpersprache einfallen und Sie werden Ihren Hund richtig verstehen, wenn Sie ihn diese Signale aussenden sehen.

Quelle: Dr. Wiebke Bielenberg, Tierärztin und Ethologin, UH, Dezember 1999

Flöhe

Katzen- und Hundefloh

Mit Frühlingsbeginn erwachen wieder die altbekannten Plagegeister: Flöhe. Sie halten sich bevorzugt auf Rücken, Bauch und in der Schwanzgegend auf und verursachen dort starken Juckreiz. Oft kommt es zu starken allergischen Hautentzündungen. Der Floh ist außerdem Überträger von Bandwürmern.
Juckreiz und punktförmiger schwarzer Flohkot im Fell, der sich im Wasser braunrot verfärbt, sind ein sicheres Zeichen, dass Ihr Tier befallen ist. Zur Flohbekämpfung stehen moderne, gut wirksame Präparate zur Verfügung (z.B. Spot-ons, Tabletten, Sprays), über deren Anwendung wir Sie gerne beraten.

 

Fremdkörper verschluckt?

Was tun, wenn mein Tier von einer giftigen Pflanze bzw. von anderen Giften genascht oder einen Fremdkörper verschluckt hat?

Genaue Beobachtung – bei Vergiftungsverdacht: Gabe von Kohletabletten
Bei Krankheitssymptomen wie etwa Erbrechen, Speicheln, Krämpfen oder Blutungen ist ein Tierarztbesuch dringend erforderlich!

Bitte nehmen Sie, wenn möglich, ein Stück der Pflanze, des Köders mit!

Der Tierarzt wird:

  • das Tier zum Erbrechen bringen
  • den Schock behandeln (Infusionen)
  • antitoxische Behandlung beginnen
  • Infusion verabreichen

Dies gilt bei allen Vergiftungen und bei Verschlucken gefährlicher Fremdkörper!

Gelenksprobleme beim Hund

Mehr als ein Fünftel aller Hunde im Alter von über einem Jahr leiden an einer Gelenkskrankheit. Insbesondere Vertreter großer Rassen sowie ältere Tiere, deren Gelenke einer altersbedingten Abnutzung unterworfen sind, zeigen typische Zeichen einer Bewegungseinschränkung wie z.B. schwerfälliges Aufstehen, kurzer oder steifer Gang oder auch Schwierigkeiten beim Stiegensteigen und Springen. Der Abbau von Knorpel- und Knochenmasse führt dabei zu schmerzhaften Entzündungen und schränkt die Bewegung ein.

Um dauerhafte Schäden zu vermeiden, ist beim Auftreten der oben beschriebenen Symptome ein Besuch beim Tierarzt erforderlich. Eine Möglichkeit hierfür ist die Umstellung der Ernährung, indem ein Futtermittel verwendet wird, das dem individuellen Energiebedarf des Tieres angepasst ist und alle wichtigen Vitamine und Nährstoffe zur Unterstützung der körpereigenen Abwehr gegen den alltäglichen „Verschleiß“ enthält.

Wichtig für die Vorbeugung sind:

  • Richtige Ernährung während der Wachstumsphase
  • Ausreichend Bewegung, um den Aufbau der Muskulatur Ihres Hundes zu fördern.
  • Vermeiden von Übergewicht zur Schonung der Gelenke.

Giftige Zier- und wildwachsende Pflanzen

In der Natur sowie in manchen Gärten wachsen viele Pflanzen, die giftig sind. Vergiftungen durch diese Arten betreffen in erster Linie Hunde (wenn sie beispielsweise mit Zweigen spielen und daran herumbeißen) sowie Pflanzenfresser wie Pferd oder Rind.

  • Hochgiftig sind alle Teile der Eibe – mit Ausnahme der roten Samenmäntel (Scheinbeeren). Vergiftungssymptome treten nach etwa einer Stunde auf: Erbrechen, Kolik, beschleunigte Herz- und Atemfrequenz; dann oberflächliche Atmung und Blutdruckabfall – schließlich Tod durch Atemlähmung.
  • Der ebenfalls stark giftige Goldregen weist den höchsten Giftgehalt in seinen reifen Samen auf, von denen schon einige wenige tödlich sein können. Nach Brennen im Maul- und Rachenbereich kommt es zu meist lang anhaltendem, blutigem Erbrechen, Lähmungen und schließlich zum Tod durch Atemlähmung.
  • Tödliche Vergiftungen entstehen auch durch den Buchsbaum. Erste Vergiftungsanzeichen sind Erbrechen, Durchfall und starke Krämpfe. Der Tod tritt durch Kreislaufversagen und Atemlähmung ein. Ähnliche Symptome finden sich bei einer Vergiftung durch Färberginster wieder.
  • Der Oleander enthält wie Fingerhut und Adonisröschen herzwirksame Stoffe. Sie bewirken zunächst eine Reizung des Magen-Darm-Traktes mit Erbrechen und Durchfall, gefolgt von Herzrhythmusstörungen, verlangsamtem Puls und Atemnot. Bereits wenige Stunden nach der Aufnahme kann der Tod durch Herzstillstand eintreten.

Als weitere giftige Pflanzen sind zu nennen:

  • Eisenhut – besonders gefährlich ist hier der blaue Eisenhut. Tödliche Dosis: 5 Gramm der Wurzel durch das Gift Akonitin. Nach möglichen Anzeichen wie Speicheln und Durchfall kann der Tod durch Kammerflimmern des Herzens eintreten.
  • Fingerhut und Maiglöckchen: Sie enthalten (wie der Oleander) sogenannte Herzglykoside. Beschwerden sind unter anderem Erbrechen und Durchfall. In schweren Fällen tritt der Tod durch Herzstillstand ein.
  • Hortensie: Sie enthält neben Saponinen auch Blausäure abspaltende Stoffe und ihr Verzehr kann z.B. eine Magen-Darm-Entzündung mit blutigem Durchfall zur Folge haben.
  • Wunderbaum (aus ihm wird Rizinusöl gewonnen): Haupttoxin ist das Toxalbumin Ricin der nussartig schmeckenden Samen. Eine schwere Magen-Darm-Entzündung sowie eine Schädigung von Leber und Nieren kann nach Genuß erfolgen. Tödliche Dosis: ein bis drei Gramm Samen pro Kilogramm Körpermasse.

Zu den giftigen Wald- und Wiesenblumen zählen Buschwindröschen, scharfer Hahnenfuß („Butterblume“), Trollblume, Leberblümchen und Rainfarn.

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

Zum Seitenanfang

Giftpflanzen in Wohnung und Garten

Was wir nur mit den Augen genießen, testen Hunde oder Katzen gerne auf seine kulinarische Qualität!
Wir stellen Ihnen darum eine Auswahl beliebter Garten- und Zimmerpflanzen vor, deren Genuss beim Tier Vergiftungserscheinungen von Durchfall über Erbrechen bis hin zu ernsthaften Organschädigungen führen kann:

Giftpflanzen in Garten und Umwelt

Deutsche Bezeichnung

Azaleen

Buchsbaum

Bärenklau, Riesenbärenklau

Besenginster 

Blauregen

Christrose

Eibe

Eisenhut, Echter Sturmhut

Efeu

Engelstrompete

Fingerhut

Goldregen

Gartenbohne

Giftsumach

Glyzine

Grüne Bohne

Herbstzeitlose

Herkuleskraut

Lupine

Maiglöckchen 

Oleander

Rhododenron, Almrausch

Stechapfel

Seidelbast

Tulpe

Tollkirsche

Wunderbaum

Zaun-Thuja

Lateinische Bezeichnung

Azalea floribunda

Buxus sempervirens

Heracleum sphondylium 

Cytisus scoparius

Wisteria sinensis

Helleborus niger 

Taxus baccata

Aconitum napellus

Hedera helix

Brugmansia-Arten

Digitalis purpurea

Laburnum anagyroides

Phaseolus vulgaris

Toxicodendron radicans

Wisteria sinensis

Phaseolus vulgaris

Colchicum autumnale

Heracleum mantegazzianum

Lupinus polyphyllos

Convalleraria majalis 

Nerium Oleander

Rhododendron ssp.

Datura stramonium

Daphne mezereum 

Tulipa gesneriana

Atropa belladonna

Ricinus communis

Thuja occidentalis

Giftigkeit
 

Giftig

Gering giftig bis giftig

Giftig bis sehr giftig

Gering giftig bis giftig 

Giftig 

Sehr giftig 

Giftig bis  sehr giftig

Sehr giftig

Giftig

Sehr giftig

Giftig bis sehr giftig 

Giftig bis sehr giftig

Sehr giftig

Sehr giftig

Giftig 

Sehr giftig

Sehr giftig

Giftig bis sehr giftig

Giftig

Giftig

Giftig bis sehr giftig

Giftig

Sehr giftig

Sehr giftig

Giftig 

Sehr giftig

Sehr giftig 

Giftig

Deutsche Bezeichnung
Lateinische Bezeichnung

Azaleen
Azalea floribunda
Giftig

Buchsbaum
Buxus sempervirens
Gering giftig bis giftig

Bärenklau, Riesenbärenklau
Heracleum sphondylium
Giftig bis sehr giftig

Besenginster
Cytisus scoparius
Gering giftig bis giftig

Blauregen
Wisteria sinensis
Giftig

Christrose
Helleborus niger
Sehr giftig

Eibe
Taxus baccata
Giftig bis sehr giftig

Eisenhut, echter Sturmhut
Aconitum napellus
Sehr giftig

Efeu
Hedera helix
Giftig

Engelstrompete
Brugmansia-Arten
Sehr giftig

Fingerhut
Digitalis purpurea
Giftig bis sehr giftig

Goldregen
Laburnum anagyroides
Giftig bis sehr giftig

Gartenbohne
Phaseolus vulgaris
Sehr giftig

Giftsumach
Toxicodendron radicans
Sehr giftig

Glycine
Wisteria sinensis
Giftig

Grüne Bohne
Phaseolus vulgaris
Sehr giftig

Herbstzeitlose
Colchicum autumnale
Sehr giftig

Herkuleskraut
Heracleum mantegazzianum
Giftig bis sehr giftig

Lupine
Lupinus polyphyllos
Giftig

Maiglöckchen
Convalleraria majalis
Giftig

Oleander
Nerium Oleander
Giftig bis sehr giftig

Rhododenron, Almrausch
Rhododendron ssp.
Giftig

Stechapfel
Datura stramonium
Sehr giftig

Seidelbast
Daphne mezereum
Sehr giftig

Tulpe
Tulipa gesneriana
Giftig

Tollkirsche
Atropa belladonna
Sehr giftig

Wunderbaum
Ricinus communis
Sehr giftig

Zaun-Thuja
Thuja occidentalis
Giftig

Giftig
 

Gering giftig bis giftig

Giftig bis sehr giftig

Gering giftig bis giftig

Giftig
 

Sehr giftig
 

Giftig bis sehr giftig

Sehr giftig
 

Giftig
 

Sehr giftig
 

Giftig bis sehr giftig

Giftig bis sehr giftig

Sehr giftig
 

Sehr giftig
 

Giftig
 

Sehr giftig
 

Sehr giftig
 

Giftig bis sehr giftig
 

Giftig
 

Giftig
 

Giftig bis sehr giftig

Giftig
 

Sehr giftig
 

Sehr giftig
 

Giftig
 

Sehr giftig
 

Sehr giftig
 

Giftig

Zimmerpflanzen

Deutsche Bezeichnung

Christusdorn

Fensterblatt, Philodendron

Gummibaumarten

Korallenbäumchen

Weihnachtsstern

Zimmerfarne

Zimmercalla

 

Lateinische Bezeichnung

Ilex aquifolium

Monstera deliciosa

Ficus

Solanum pseudocapsicum

Euphorbia pulcherrima

z.B. Platycerium

Zantedeschia aethiopica

Giftigkeit

Giftig

Giftig

Giftig

Giftig

Giftig

Giftig

Giftig

 

Deutsche Bezeichnung
Lateinische Bezeichnung

Christusdorn
Ilex aquifolium
Giftig

Fensterblatt, Philodendron
Monstera deliciosa
Giftig

Gummibaumarten
Ficus
Giftig

Korallenbäumchen
Solanum pseudocapsicum
Giftig

Weihnachtsstern
Euphorbia pulcherrima
Giftig

Zimmerfarne
z.B. Platycerium
Giftig

Zimmercalla
Zantedeschia aethiopica
Giftig

Giftig
 

Giftig
 

Giftig
 

Giftig
 

Giftig
 

Giftig
 

Giftig


Besondere Vorsicht ist auch bei Zwiebeln geboten: Tulpen, Narzissen, Amaryllis aber auch die gewöhnliche Küchenzwiebel können gefährlich werden. Haben Sie gewusst, dass schon fünf bis zehn Gramm Küchenzwiebel (pro Kilogramm Körpergewicht) toxische Wirkung haben können?

Grauer Star

Die Augen des Hundes leuchten in der Nacht; und das nicht ohne Grund: In ihrer Netzhaut befindet sich ein kleiner „Spiegel“, der in der Nacht das Licht reflektiert und dadurch ein besseres Sehen ermöglicht. So faszinierend diese Tatsache auch ist, auch bei Tieren treten Probleme mit dem Sehvermögen auf.
Die wohl häufigste Veränderung ist der graue Star des Haushundes, den man fast bei jedem alternden Hund sehen kann. Die Linse ergraut dabei zunehmend und wird undurchsichtig. In seltenen Fällen verschwindet diese Trübung auch plötzlich wieder.
Die Ursache ist eine Veränderung in der chemischen Zusammensetzung der Linse. Sie verhärtet zusehends und in Ausnahmefällen verursacht sie auch eine Entzündung des Augeninneren, sodass sie chirurgisch entfernt werden muss.
In den meisten Fällen aber bleibt die Trübung einfach bestehen, ohne dass sie den Hund in seiner Lebensqualität wesentlich beeinflusst. Viel wichtiger ist schließlich der Geruchssinn, der Tastsinn und das Gehör unserer Vierbeiner. Scharf sehen scheinen sie ohnehin nicht zu können; auch nicht bei ungetrübter Linse. So ist es auch nicht besonders sinnvoll, einem Hund künstliche Linsen zu implantieren, obwohl uns diese Möglichkeit heute zur Verfügung steht.
Hunde altern. Sie ergrauen so wie wir, werden etwas langsamer so wie wir; nur der graue Star scheint bei ihnen häufiger aufzutreten als bei uns. In der Regel ist die Erkrankung nicht schmerzhaft, eine Kontrolle zur Abklärung der Ursache scheint jedoch immer sinnvoll, zumal auch andere Erkrankungen des Auges zu einer Trübung des Augeninneren führen können.

Herzerkrankungen beim Hund

Warum ist mein Hund besonders bei Wetterwechsel matt und müde, hechelt stark und hat manchmal sogar eine bläuliche Zunge?

Ihr Hund könnte eine Erkrankung des Herzens haben. Gefährdet sind vor allem ältere, chronisch kranke und etwas übergewichtige Hunde.
Herzerkrankungen können sowohl angeboren als auch erworben sein.

Angeborene Herzfehler:

Sie kommen insbesondere bei überzüchteten Rassen vor. Meiner Erfahrung nach besonders bei Rassen wie Neufundländer, King Charles Spaniel, Polnischer Hirtenhund, Zwergpudel und immer öfter Golden Retriever.
Inzucht fördert dieses gesundheitliche Problem extrem.

Erworbene Herzfehler:

Sie sind wesentlich häufiger. Ursachen dafür sind unerkannte und chronische Halsentzündungen, Angina und schlechte Zahnhygiene (braune Beläge, übler Mundgeruch etc.). Hierdurch werden ständig Krankheitserreger im Körper verstreut, die sich im Herzen festsetzen und zu weiteren Problemen führen können.

Herzerkrankungen können besonders im Anfangsstadium schwer zu erkennen sein. Daher ist es notwendig, die richtigen Untersuchungen (wie z.B. EKG und Röntgen) bei uns durchführen zu lassen. Erst nach eindeutiger Abklärung der Krankheitsursache kann eine erfolgreiche Herztherapie eingeleitet werden.

Kaiserschnitt

Kaiserschnitt bei einer Hündin
Kaiserschnitt bei einer Hündin
Welpe
Welpen unter der Wärmelampe
Welpen unter der Wärmelampe
Welpen unter der Wärmelampe
Welpen unter der Wärmelampe
Welpen werden gesäugt
Welpen werden gesäugt
Welpen
Welpen

Die Welpen kamen per Kaiserschnitt auf die Welt. Die Hündinnen können wieder trächtig werden.

Kastration Hündin

Die Kastration wird für alle Hündinnen (außer Zuchthündinnen) empfohlen.

Vorteile der Kastration:

  • Kein Brustkrebs (häufigste Tumorform der Hündin)
  • Keine Eierstocks- oder Gebärmuttertumore
  • Keine Scheinträchtigkeit
  • Keine Läufigkeit
  • Keine ungewollte Trächtigkeit

Mögliche Nachteile:

  • Fellveränderungen bei Setter und Spaniel
  • Erhöhtes Inkontinenzrisiko im Alter bei großen Hunderassen

Die Kastration kann ab dem fünften Lebensmonat (vor der ersten Läufigkeit) durchgeführt werden.

Operation:
Die Hündin wird mit Injektionsnarkose, Rasur und Desinfektion der Operationsstelle sowie steuerbarer Inhalationsnarkose vorbereitet. Für Frühkastrationen (vor der ersten Läufigkeit) haben wir eine Operationstechnik, bei der durch einen nur sehr kleinen Schnitt ein schonender Eingriff durchgeführt werden kann. Für Hündinnen, die bereits ein- oder mehrmals läufig waren, haben wir eine angepasste Operationstechnik, bei der über einen Schnitt im Nabelbereich Eierstöcke (und je nach Bedarf die Gebärmutter) entfernt werden. Bei großen Hündinnen operieren wir eine Cervicopexie (Zusatznaht gegen Inkontinenz). Die Bauchdecke wird dreischichtig verschlossen. Gegen die postoperativen Schmerzen bekommt die Hündin eine Injektion. Bei Bedarf muss die Patientin einen Trichter tragen. Nach zehn Tagen erfolgt die Wundkontrolle und die Fäden werden gezogen.

Kastration Rüde

Die Kastration wird für Rüden mit Verhaltensauffälligkeiten empfohlen. Dazu gehören ein übermäßiger Sexualtrieb, Aggressivität gegenüber Hunden oder Menschen sowie Ungehorsam.

Vorteile der Kastration:

  • Ruhigeres Wesen
  • Weniger Aggression
  • Bessere Konzentrationsfähigkeit
  • Keine gesundheitlichen Probleme mit Prostata, Hoden und auch kein markieren

Mögliche Nachteile:

  • Appetitsteigerung und Gewichtszunahme

Die Kastration kann ab dem fünften Lebensmonat durchgeführt werden.

Operation:
Der Hund wird mit Injektionsnarkose, Rasur und Desinfektion der Operationsstelle sowie steuerbarer Inhalationsnarkose vorbereitet. Bei unserer Operationstechnik werden mit nur einem möglichst kleinen Schnitt beide Hoden vorgelagert, abgebunden und entfernt (präscrotale Operationstechnik). Die Wunde wird dreischichtig mit selbst auflösenden Fäden verschlossen. Gegen die postoperativen Schmerzen bekommt der Hund eine Injektion. Mindestens fünft Tage muss der Patient einen Trichter tragen. Nach zehn Tagen erfolgt die Wundkontrolle; eventuell werden noch Fäden gezogen.

Tierkennzeichnung mit Mikrochip

Um Ihren Hund eindeutig identifizieren zu können, implantieren wir einen Transponder. Mit einem speziellen sterilen Injektionsgerät wird er – ähnlich wie bei einer Impfung – schmerzfrei direkt unter die Haut injiziert. Der Transponder ist etwa reiskorngroß und bleibt lebenslänglich, von außen unmanipulierbar, an dieser Stelle reaktionslos liegen.

Er besteht aus einer Bioglaskapsel, die den ISO-Mikrochip mit der für jedes Tier weltweit einmaligen Codenummer enthält sowie einer kleinen Antenne, die das Ablesen der Daten durch einen Scanner (Lesegerät) ermöglicht. Nach erfolgter Applikation wird Ihr Hund unter der entsprechenden Codenummer bei der Internationalen Zentralen Haustierregistrierung gespeichert.

Sollte Ihr Tier abhanden kommen, bietet eine sofortige Meldung an die Internationale Datenbank die Möglichkeit eines raschen Fundes. Wird der Hund aufgegriffen und beispielsweise in einem Tierheim abgegeben, so kann mittels Scanner die Codenummer abgelesen und der Tierhalter schnell ausfindig gemacht werden.

Kiefertumor

Kiefertumor bei einem Hund

Vor der Operation

Kiefertumor bei einem Hund

Vor der Operation

Entfernter Kiefertumor

Nach der Operation

Entfernter Kiefertumor

Nach der Operation

Knieathrose

Durch Verletzungen am Knorpel und Einreiße der Bänder am Knie kann es bereits in jungen Jahren zu chronischen Veränderungen kommen. Eine Knieathrose ist gekennzeichnet durch die Loslösung von Knorpelschuppen (Osteocondrosis Dissecans), Gelenkswucherungen (Pommersche Randwülste), Gelenksflüssigkeitsverdünnung oder -verlust sowie Kapsel- und Bindegewebsverdickungen. Die Knieathrose kann bereits bei einem jungen Hund auftreten.
Knieathrose bei einem Hund
Knieathrose bei einem Hund
Knieathrose bei einem Hund

Knieathrose mit chronischem Kreuzbandriss bei der Operation.

Das Kreuz mit dem Band

„Mein Hund/meine Katze ist mit einem Bein irgendwo hängen geblieben, angefahren worden oder ist in ein Loch getreten. Das Tier hat furchtbar aufgeheult und seither wird das Bein kaum mehr verwendet.“ Dieser Bericht lässt den Tierarzt sofort an einen Kreuzbandriss denken, da es leider relativ häufig zu derartigen Verletzungen kommt.

Eine genauere Untersuchung bringt Gewissheit. Ist der erste Schock vorbei, muss chirurgisch eingegriffen werden. Geschieht das nicht, so erholt sich das Tier nur scheinbar und entwickelt innerhalb von drei Monaten eine chronische Gelenksentzündung.

Bei der chirurgischen Behandlung werden die Reste des gerissenen Bandes aus dem Gelenk entfernt, Fehlstellungen berichtigt, der Meniskus bei Bedarf korrigiert und ein Bandersatz hergestellt. Dadurch kann das Gelenk sehr schnell und nahezu vollständig wieder funktionieren.

Operation eines Kreuzbandrisses
Operation eines Kreuzbandrisses
Hund nach der Kreuzbandriss-Operation
Hund nach der Kreuzbandriss-Operation


Gerissenes Kreuzband bei der Hündin „Emma“


Ist die Wundheilung abgeschlossen, wird das Bein vom betroffenen Tier sehr rasch wieder in vollem Umfang eingesetzt. So macht das Spazierengehen bald wieder Spaß!

Lipom

Operation eines Lipoms
Operation eines Lipoms
Entferntes Lipom
Entferntes Lipom


Riesiges Lipom bei einem 14-jährigen Zwergspitz

Lipome sind gutartige Tumoren des Fettgewebes. Wenn sie zu groß werden, können sie hinderlich und schmerzhaft sein.

Magendrehung

Vor allem bei großen und sehr großen Hunderassen (Doggen, Dobermann, Setter etc.) kann es zu einer Magendrehung kommen. Dabei wird der Schlund und der Magenausgang so verdreht, dass die Hunde nichts mehr schlucken können, aber auch kein Nahrungsbrei in den Darm weiterwandern kann. Meistens passiert eine Magendrehung nach der Aufnahme einer größeren Futtermenge. Auch springen, spielen und auf dem Rücken wälzen können zu einer Magendrehung führen.
 
Die Tiere zeigen starkes Speicheln und erschwerte Atmung. Sie sind unfähig, Nahrung und Wasser aufzunehmen. Ganz typisch ist ein sich aufblähender, trommelartiger Bauch. Akute Symptome entstehen nicht nur durch die Magendrehung, sondern auch durch die Abschnürung der zuführenden Gefäße. Dadurch kommt es zu Schocksymptomen und in weiterer Folge zum langsamen Absterben des Magens.

Vorsichtsmaßnahmen:

  • Zwei Mal täglich füttern
  • Kein wildes Spiel nach der Fütterung

Behandlung:

  • Infusionstherapie gegen Schock
  • Schnelle Entgasung des Magens
  • Operation der Magendrehung
Operation einer Magendrehung

Während der Operation

Tennisball wird aus dem Magen entfernt

OP-Bild nach Entgasung mit gestauter Milz und Fremdkörper im Magen

Entfernter Tennisball

Dieser verschluckte alte Tennisball war Auslöser der Magendrehung.

Morbus cushing

(Siehe auch wissenschaftliche Arbeiten)

Hund mit Morbus Cushing am Rücken
Hund mit Morbus Cushing am Rücken
Hund mit Morbus Cushing am Rücken
Hund mit Morbus Cushing am Rücken
Hund mit Morbus Cushing am Rücken

Die Cushing-Erkrankung ist eine Stoffwechselstörung, bei der die Hirnanhangsdrüse oder Nebenniere zu viel Cortison bildet. Dabei kommt es zu typischen Fellwechselstörungen, Hautentzündungen und Verfettung mit gleichzeitiger Konditionsschwäche. Besonders auffallend sind großer Hunger und Durst.

Hund nach dreimonatiger Behandlung
Hund nach dreimonatiger Behandlung
Hund nach dreimonatiger Behandlung
Hund nach dreimonatiger Behandlung

Drei Monate nach der Therapie ist das Fell nachgewachsen. Die Leberwerte haben sich verbessert und der Hund ist wieder lebhafter.

Notfall

Wann spricht man bei einem Hund/einer Katze von einem Notfall?

Wann sollten Sie ohne zu zögern Ihren Tierarzt aufsuchen oder zumindest anrufen?

  • Auf jeden Fall nach Unfällen wie Autounfall, Fenstersturz oder ähnlichem! Auch wenn äußerlich nichts zu sehen ist, sollte eine Schockbehandlung und Antibiose durchgeführt werden.
  • Tiefe, klaffende, verschmutzte oder blutende Wunden
  • Plötzlich hochgradige Lahmheit (abnorme Extremitätenstellung, Fraktur oder Ausrenkung)
  • Fremdkörper in den Ohren (plötzlich eintretendes, heftiges gleichsam unaufhörliches Ohrenschütteln begleitet von Schmerzlauten), in der Nase, den Augen oder in den Zwischenzehenbereich
  • Verschluckte Fremdkörper: Wenn man gesehen hat, dass das Tier einen Fremdkörper (z.B. Ball, Quietschpuppe, Kastanie, Wolle, Garn, Nadel) aufgenommen oder damit gespielt hat und dieser jetzt unauffindbar ist
  • Oftmaliges Erbrechen und seit Stunden kein Kotabsatz (Verdacht auf Magendrehung)
  • Einseitige Blähung des Bauches mit gespanntem Gang, Versuche zu erbrechen, zunehmende Mattigkeit (Verdacht auf Magendrehung)
  • Tier in Seitenlage (es kann – trotz Bemühung – nicht aufstehen)
  • Pumpende oder röchelnde Atmung
  • Sogenannte „epileptiforme“ Anfälle (sehr kurze bis Minuten dauernde Krampfanfälle; das Tier ist nicht ansprechbar; hat „Schaum vor dem Mund“)
  • Wenn man gesehen hat, dass das Tier giftige Substanzen aufgenommen hat oder nur mehr Verpackungsreste auffindbar sind
  • Durchfall und Erbrechen, wenn diese länger als einen Tag dauern
  • Schwankender Gang
  • Durchfall bei Welpen

Bei Welpen oder alten und kranken Tieren sind aber auch schon mildere Symptome sehr ernst zu nehmen!

Ohrenprobleme

Ohren können so manche Sorge bereiten, wenn sich das Tier schüttelt und verzweifelt kratzt. Meist sind es Bakterien und Pilze, manchmal auch Milben, die sich im äußeren Gehörgang befinden, und Ursprung einer Ohrenentzündung oder eines Blutohres, verursacht durch dauerndes Schütteln, sind.

Eine gezielte antimikrobielle Therapie kann mittels Ohrtupferproben durchgeführt werden. Erfolgt in diesem Stadium keine tierärztliche Behandlung, kommt es zu einer Trommelfellaffektion und bald zu einer schmerzhaften Mittelohrentzündung.

Auch Fremdkörper, wie z.B. eine spitze Getreidegranne, finden sich regelmäßig als gefährliche, ungebetene Gäste im Ohr eines Tieres wieder. Auf keinen Fall darf man mit Wattestäbchen in den Gehörgang bohren. Dies verursacht nur Schmerzen sowie eine Kompression der Entzündungsprodukte – es besteht die Gefahr der Trommelfellzerstörung.

Eine regelmäßige Ohrenkontrolle (vor allem bei Hunden, die häufig schwimmen) ist empfehlenswert. Der rechtzeitige Weg zum Tierarzt erspart Schmerzen, Ärger und Folgekosten.

Parasitäre Erkrankungen

Hier informieren wir Sie über parasitäre Erkrankungen, die in Europa von Mücken, Zecken und sonstigen Blutsaugern übertragen werden.

Leishmaniose:

Die Erreger (Einzeller) vermehren sich in den weißen Blutkörperchen und schädigen innere Organe wie Leber, Milz und Nieren. Übertragen werden sie durch den Stich von Sandmücken.

Symptome:

  • Milzvergrößerung
  • Lymphknotenschwellung
  • Gewichtsverlust
  • Allgemeine Schwäche
  • Durchfall und Erbrechen
  • Verstärktes Krallenwachstum
  • Haarausfall, Ekzeme.

Prophylaxe:
Synthetische Pyrethroide, da Sandmücken wegen ihrer geringen Größe durch Moskitonetze schlüpfen.

Babesiose:
(„Hundemalaria“)

Die Erreger vermehren sich in den roten Blutkörperchen und zerstören sie. Die Kuh-, Au- oder Auwaldzecke sowie die braune Hundezecke übertragen die Einzeller auf den Hund.

Symptome:
Etwa eine Woche nach einem infektiösen Zeckenstich setzt hohes Fieber ein (in dieser akuten Phase führt die Babesiose häufig zum Tod). Es kann dunkler Urin auftreten. Sind die ersten Fieberschübe überstanden, folgen Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und oft Gelbsucht. Es können auch entzündliche Veränderungen der Augen sowie Netzhautablösungen auftreten oder das Zentralnervensystem geschädigt werden, was in weiterer Folge zu Bewegungsstörungen und epileptischen Anfällen führt

Prophylaxe:
Eine Impfung sowie eine Chemoprophylaxe stehen in mediterranen Ländern ebenso zur Verfügung wie bei uns. Ein Zeckenschutz sollte eine abweisende und tötende Wirkung gegen die Auwaldzecke und die braune Hundezecke besitzen.

Ehrlichiose:

Erreger sind Bakterien, die die weißen Blutkörperchen befallen und sich darin vermehren. Übertragen werden die Erreger durch den Stich der braunen Hundezecke.

Symptome:

  • Mattigkeit
  • Leistungsschwäche
  • Futterverweigerung
  • Nasenbluten
  • Blut im Kot und Urin
  • Bluthusten
  • Blutergüsse in den Gelenken
  • Hohes Fieber
  • Lymphknotenschwellung

Eine unbehandelte Ehrlichiose kann infolge über Jahre andauernder Blutungsneigung zum Tod des Hundes führen.

Prophylaxe:

  • Zeckenschutzmittel

Anaplasmose:

Die Erreger sind Bakterien, die die weißen Blutkörperchen befallen und sich darin vermehren. Übertragen werden sie durch den Zeckenstich des gemeinen Holzbockes.

Symptome:
Die Symptome sind ähnlich wie bei der Ehrlichiose. Weiters sind Teilnahmslosigkeit, Gewichtsverlust, Durchfall, Erbrechen, manchmal auch Lahmheit als Folge von Gelenksentzündungen zu beobachten.

Prophylaxe:

  • Zeckenschutzmittel

Borreliose:

Man kennt viele Erreger der Borreliose. Übertragen wird sie durch den Holzbock.

Symptome:

  • Frühes Stadium: Fieber, Appetitlosigkeit, Teilnahmslosigkeit
  • Späteres Stadium: Gelenksentzündungen, Lahmheit
  • Spätes Stadium: Schäden an den Gelenken, Schädigung der Nieren und des Herzens

Prophylaxe:

  • Zeckenschutzmittel

Es gibt eine Impfung, die aber nicht vor allen Borrelioseerregern schützt und in der Fachwelt derzeit vielseitig diskutiert wird.

Hepatozoonose:

Übertragen wird die Hepatozoonose durch die braune Hundezecke, aber nicht durch deren Stich, sondern durch das Verschlucken der gesamten Zecke. Die Erreger bohren sich durch die Darmwand und gelangen über den Blutkreislauf in Milz, Knochenmark, Leber, Nieren und Lymphknoten. Schließlich werden die weißen Blutkörperchen befallen.

Symptome (variieren sehr):

  • Fieber
  • Blutarmut
  • Abmagerung
  • Lymphknotenschwellung
  • Nasen- und Augenausfluss
  • Blutiger Durchfall
  • Muskelschwäche und steifer Gang

Bei massiver Infektion stirbt der Hund infolge der Organschädigung.

Prophylaxe:

  • Zeckenschutzmittel

Patellaluxation

Hund mit Patellaluxation am Vorderbein
Hund mit Patellaluxation am Vorderbein
Operation der Patellaluxation
Operation der Patellaluxation

Gelenksumstellung wegen hochgradiger Kniescheibenluxation (hüpfende Kniescheibe) bei einem Akita Inu

Bei einer Patellaluxation handelt es sich um eine zu lockere und daher herausspringende Kniescheibe. Diese Krankheit ist meist angeboren und kommt besonders bei kleineren Hunderassen vor.
Die Patellaluxation kann in fünf Schweregraden auftreten. Während Grad eins und zwei für Hunde nur wenig Probleme bedeuten, sollten Grad drei bis fünf mittels einer Kniegelenksoperation gerichtet werden. Nicht behandelte Patellaluxationen führen zu Fehlstellungen des Fußes, chronischen Entzündungen und Schmerzen.

Pilzinfektion

Hund mit Pilzinfektion auf dem Rücken

Mikrosporie ist eine höchst ansteckende Pilzinfektion, die auch auf den Menschen übertragbar ist!

Weiters kommen Hefepilze (Malessezien) beim Hund häufig vor.

Im Vergleich zu Ekzemen jucken Pilzinfektionen kaum.

Zum Seitenanfang

Radius Curvus

Hund mit verdrehten Vorderbeinen

Missbildung des Unterarms eines Dackelmischlings

Der Radius Curvus ist eine angeborene Missbildung, bei der die Speiche deutlich länger ist als die Elle. Durch eine Verkürzung oder Verlängerung des entsprechenden Knochens kann eine Verbesserung oder Heilung dieser Fehlstellung erreicht werden. Diese Operation sollte im ersten Lebensjahr erfolgen, da es sonst zu bleibenden Gelenksschädigungen kommt.

Gerne betroffen von dieser Krankheit sind Dackelmischlinge und sehr große Hunde wie z.B. Doggen.

Reisen mit dem Hund

Am 03. Juli 2004 traten, wie von der Europäischen Union geplant, neue Bestimmungen zu den Reisen mit Hunden in Kraft. Seit diesem Datum ist es nötig, innerhalb der Europäischen Union einen Heimtierausweis mitzuführen. Sie erhalten ihn bei Ihrem praktischen Tierarzt.

Darin eingetragen werden die Identität des Tieres und alle Impfungen. Die Kennzeichnung der Tiere mittels Mikrochip ist verpflichtend. Mit einer Übergangsfrist von acht Jahren werden auch noch gut lesbare Tätowierungen anerkannt. Ausnahmebestimmungen gibt es für Großbritannien, Norwegen und Schweden. Länder außerhalb der EU verlangen auch noch ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis.

Aktuelle Information erhalten Sie beim ÖAMTC oder bei der entsprechenden Botschaft. Die Heimtierausweise werden auch in folgenden Ländern anerkannt: Andorra, Schweiz, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, Vatikanstadt.

Hunde dürfen auch weiterhin aus Drittländern mitgebracht werden. Dafür ist ein neues, vom Amtstierarzt im Herkunftsland zu bestätigendes Zeugnis als Anhang II, Teil B, Abschnitt 2 der EU-Richtlinie 998/2003 vorgesehen. Voraussetzung für die Einreise ist die Kennzeichnung mittels Mikrochip und die Tollwutimpfung, welche mindestens vier Wochen alt sein muss. Außerdem ist eine Blutuntersuchung zum Zweck der Bestimmung des Tollwutschutzes drei Monate vor der Ausreise erforderlich, welche in einem von der EU anerkannten Labor durchgeführt werden muss.

Um ein Tier aus Österreich in den Urlaub nach Drittstaaten (auch auf der Autoreise nach Griechenland passiert man meistens Nicht-EU-Länder – Ausnahme dabei ist die Autofähre ab Italien!) mitnehmen zu können, ist eine Blutuntersuchung vor der Ausreise nötig, welche bei regelmäßiger, jährlicher Tollwutimpfung lebenslang gilt.

Um Ihren Hund eindeutig identifizieren zu können, implantieren wir einen Transponder. Mit einem speziellen sterilen Injektionsgerät wird er schmerzfrei direkt unter die Haut injiziert, ähnlich wie bei einer Impfung. Der Transponder ist etwa reiskorngroß und bleibt lebenslänglich, von außen unmanipulierbar, an dieser Stelle reaktionslos liegen.

Er besteht aus einer Bioglaskapsel, die den ISO-Mikrochip mit der für jedes Tier weltweit einmaligen Codenummer enthält sowie eine kleine Antenne, die das Ablesen der Daten durch einen Scanner (Lesegerät) ermöglicht. Nach erfolgter Applikation wird Ihre Katze unter der entsprechenden Codenummer bei der Internationalen Zentralen Haustierregistrierung gespeichert.

Sollte er abhanden kommen, bietet eine sofortige Meldung an die Internationale Datenbank die Möglichkeit eines raschen Fundes. Wird der Hund aufgegriffen und beispielsweise in einem Tierheim abgegeben, so kann mittels Scanners die Codenummer abgelesen und der Tierhalter schnell ausfindig gemacht werden.
 

Schäferkeratitis

Bei der Schäferkeratitis handelt es sich um eine angeborene Erkrankung der Hornhaut im Auge – vor allem bei Schäferhunden.

Zu Beginn zeigt sich eine Rötung im äußeren Augenwinkel. In der Folge beginnt sich diese Rötung schwarz zu pigmentieren und wächst von außen in die Mitte der Hornhaut. Das kann bis zur völligen Schwarzfärbung der Hornhaut und damit zum Erblinden führen. Meist merkt man während dieser Krankheit verstärkten Tränenfluss, starke Rötung der Hornhaut und andere Entzündungssymptome. Manchmal verläuft die Krankheit auch schleichend.

Hund mit Schäferkeratitis
Hund mit Schäferkeratitis
Hund mit Schäferkeratitis
Hund mit Schäferkeratitis

Zur Behandlung sind cortisonhältige oder cyclosporinhältige Augensalben geeignet. In schwerwiegenden Fällen kann man das Auge mit Kortison unterspritzen.

Shunt-Erkrankung

Eine Shunt-Erkrankung ist eine meist angeborene Gefäßveränderung. Hier führt ein Blutgefäß von der Pfortader an der Leber vorbei direkt in die Bauchvene. Dadurch wachsen die Tiere schlecht (kümmern), sie zeigen hohe Nervosität und oft frühzeitig epileptische Anfälle. Bei Untersuchungen sind Leber- und Gallenwerte erhöht und die Leber ist verkleinert. Mit einer sehr guten Ultraschalluntersuchung kann man ein oder mehrere Shunt-Gefäße finden.

Die einzige Therapie besteht im langsamen Abschnüren des Kurzschluss(Shunt)gefäßes, damit die Leber ihre normale Funktion aufnehmen kann. Hierfür gibt es spezielle Shunt-Ringe (Ameroidring). Dieser Ring wird bei einer aufwendigen OP eingesetzt, wobei meist eine Kontrastuntersuchung der Darmvenen nötig ist, um das richtige Gefäß zu finden. Innerhalb von 14 Tage verschließt sich dieser schrittweise.

Eingabe von Kontrastmittel

Eingabe von Kontrastmittel in eine Darmvene ...

Eingabe von Kontrastmittel

Eingabe von Kontrastmittel in eine Darmvene ...

Röntgenbild der verschlossenen Vene

zur rötgenologischen Darstellung des Shunt-Gefäßes.

Röntgenbild der verschlossenen Vene

zur rötgenologischen Darstellung des Shunt-Gefäßes.

Eingesetzter Gefäßring

Nach Applikation eines sich langsam verschließenden Gefäßringes um das Shunt-Gefäß bei einem kleinen Yorkshireterrier.

Tollwut

Mit Tollwut infizierter Hund

Typischer Gesichtsausdruck bei einer Tollwutinfektion
(starrer Blick, verkrampfte Kopfhaltung mit abnormaler Ohrenstellung)

Tollwut ist eine virale Erkrankung (Rabies Virus), die durch den Biss eines infizierten Haus- oder Wildtieres übertragen wird. Bei uns sind die Hauptüberträger Füchse, Hunde und Katzen. In Österreich gibt es die Tollwut nur in den südlichen und östlichen Regionen. Oberösterreich ist seit dem Jahr 2000 tollwutfrei.

Das Virus wird mit dem Speichel beim Biss übertragen. Kurz darauf beginnt es entlang der Nerven ins Gehirn einzuwandern und sich dabei zu vermehren. Vom Gehirn breiten sich die Tollwutviren in die Speicheldrüsen aus. Nach dem Befall des Gehirnes beginnen die Tiere stark zu speicheln und bekommen Beißwut.

Für erkrankte Tiere und Menschen gibt es keine Rettung. Frisch Infizierten kann eine sehr schmerzhafte passive Immunisierung helfen. Der beste Schutz ist eine harmlose Schutzimpfung (aktive Immunisierung) gegen Tollwut.

Für Hunde, Katzen und Frettchen ist die Tollwutimpfung bei einem Grenzübertritt verpflichtend. Das wird im EU-Pass eingetragen. Die Gültigkeit beträgt zwischen ein und drei Jahre.

Zum Seitenanfang

Urlaub mit dem Hund

Wenn Sie mit Ihrem Hund ins Ausland verreisen möchten, sollten sie rechtzeitig einige Vorkehrungen treffen. Ihr Vierbeiner benötigt in jedem Fall einen internationalen Impfpass mit einer gültigen Tollwutimpfung. Einige Länder verlangen außerdem bei der Einreise ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis und/oder eine elektronische Tierkennzeichnung (Mikrochip).

Besonders wenn Sie Richtung Süden unterweg sind, gilt es, den Hund vor einigen schweren Erkrankungen zu schützen:
Der Herzwurm ist in südlichen Ländern bereits sehr verbreitet. Er wird mittels stechender Insekten übertragen. Die Larven wandern über das Blutgefäßsystem in das Herz, wo sich die Würmer festsetzen und gravierende Schäden verursachen. Die typischen Krankheitsanzeichen (Atemnot, Husten) treten jedoch erst spät, d.h. lange nach dem Urlaub, auf. Zur Vermeidung von Herzwürmern gibt es verschiedenste prophylaktisch wirksame Medikamente.

Weiters gibt es Blutparasiten, die über bestimmte Zecken übertragen werden. Sie dringen in die roten Blutkörperchen ein und bewirken deren Zerstörung. In der Folge kommt es zu Anämie (Blutarmut). Hier gilt es, sehr gut wirksame Präparate gegen den Zeckenbefall zu verwenden. Verschiedenste Darreichungsformen stehen zur Verfügung (Sprays, Lösungen, Spot-on).

Ein Tierarztbesuch rechtzeitig vor dem Urlaub kann helfen, Erkrankungen zu vermeiden. Sollte Ihr Hund nach der Rückkehr aus dem Urlaub müde oder krank erscheinen, ist eine Blutuntersuchung auf die häufigsten Reisekrankheiten sinnvoll, um eine erfolgte Infektion möglichst frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Sicher und gesund durch den Winter

Wenn es draußen früh dunkel wird, es stürmt, nieselt oder schneit, dann kann der Hundehalter nicht in der warmen Stube bleiben. Man muss raus, denn der Hund braucht auch jetzt seinen Auslauf. Außerdem hält die Bewegung in frischer Luft Mensch und Tier gleichermaßen gesund.

Allerdings sollte man auch einiges beachten:
Liegt draußen Eis und Schnee und wird fleißig gestreut, muss man die Pfoten der Vierbeiner sorgsam mit Pfotenbalsam oder Spray vor allzu spitzen Steinen oder gar Streusalz schützen. Unser besonderes Augenmerk richten wir auf die Zehenzwischenräume. Besonders bei langhaarigen Hunden verkleben die Haare zwischen den Zehen sehr leicht mit dem Eis. Nach dem Spaziergang werden die Eisklumpen mit lauwarmem Wasser aufgetaut und mit einem Handtuch sowohl die Pfoten als auch der Körper ordentlich trockengerieben. Ist das Fell trocken und sauber, entsteht auch nicht der unangenehme Geruch feuchten Fells!

Im Winter haaren Hunde mehr als sonst. Deshalb nicht vergessen, mit einem Pflegehandschuh, Kamm oder Bürste das Tier regelmäßig zu pflegen. Dies fördert nicht nur einen gesunden Fellwuchs, sondern auch die Beziehung zwischen Mensch und Hund. Wenn man auch noch darauf achtet, dass der vierbeinige Freund zugfrei und kuschelig warm liegen kann, dann lässt sich auch die unwirtliche Zeit gut verleben.

Erkrankungen des Atmungsappartes gehören zu den häufigsten Leiden in der kalten Jahreszeit. Besonders Hunde, die im Stadtgebiet wohnen, sind recht häufig von grippalen Infekten betroffen. Schneefressen, staubige Straßen und Gehwege, das Aufnehmen von gefrorenen Essensresten sowie längeres Sitzen oder Liegen auf kaltem Boden wirken begünstigend. Dadurch können bakterielle und virale Infektionen leicht zu einer Erkältung führen.

Eine ausgewogene Fütterung (viele Vitaminzugaben in Form von Tropfen oder Tabletten) sind weitere Punkte, um den Hund gesund durch die kalte Jahreszeit zu bringen.

Die ersten Anzeichen einer Erkrankung im Hals-Rachenraum erkennt der Besitzer daran, dass der Hund weniger oder gar nichts mehr fressen will; dies liegt daran, dass das Schlucken der Nahrung schmerzhaft ist. Weiters kann sich starkes Speicheln und übler Mundgeruch einstellen. Schleimiges Nasenrinnen oder Augenentzündungen kommen in weiterer Folge dazu. Beginnt der Hund auch noch zu husten und zu niesen, wird es Zeit, den Tierarzt aufzusuchen. Lungenentzündungen mit eventuellen Komplikationen sind auch bei Tieren nicht zu unterschätzen.

Keinesfalls sollten Verkühlungen der Hunde wochenlang untherapiert hinausgeschoben werden, da auch beim Tier verschleppte Erkältungskrankheiten Spätfolgen durch Erkrankungen anderer Organe nach sich ziehen können.

Zahnprobleme bei Tieren

Auch bei Tieren verursachen Erkrankungen des Gebisses starke Schmerzen und gefährden die Gesundheit des ganzen Körpers. Daher sollte zumindest einmal pro Jahr die Zahngesundheit kontrolliert werden.

Der Grund, warum unsere Haustiere ihre Zahnschmerzen erst sehr spät zeigen, ist denkbar einfach: Würden sie in der Natur in einem Verband mit mehreren Tieren leben, wären sie durch die Verweigerung der Nahrungsaufnahme als geschwächt identifizierbar und würden als Risiko für die Sicherheit der anderen Familienmitglieder ausgestoßen werden.

Zahnstein kann mittels Ultraschall entfernt, abgebrochene Zähne plombiert, aufgebaut oder überkront und Fehlstellungen, vor allem bei Junghunden, mit Zahnspangen korrigiert werden. Das Ziehen von kranken Zähnen sollte auch bei Tieren nur mehr als allerletzte Möglichkeit in Betracht gezogen werden.

Zecken!

Kleiner Stich mit bösen Folgen

Sobald die Tage länger werden und die Temperaturen steigen, werden auch die Zecken wieder aktiv. Die hungrigen Parasiten lauern im Gebüsch und in Gräsern auf ihre Chance. Sobald sie Körperwärme spüren, haften sie sich an den Wirt – egal ob Hund, Katze oder Mensch – und beginnen sich im Uhrzeigersinn schraubenartig in die Haut einzubohren.
Dabei sind die Zecken so klein, dass man sie fast nicht sehen kann. Je mehr Blut die Zecken saugen, umso größer werden sie. Manche erreichen sogar Kirschgröße. Dabei wird von den Zecken Speichel abgegeben, der das Blut am Gerinnen hemmt. Hier liegt die große Gefahr der Krankheitsübertragung.

Welche Krankheitserreger übertragen sie?

Die gefährlichsten Krankheiten sind:

  • Die F.S.M.E (Frühsommermeningoencephalitis; betrifft oft den Menschen, seltener den Hund)
  • Borreliose (betrifft oft den Menschen, ebenso den Hund)
  • Unspezifische Infektionen (davon ist eine Katze öfters betroffen; Hunde und Menschen nur manchmal)
  • Babesiose (Hunde): Osten Österreichs, südliches und östliches Ausland

F.S.M.E (Frühsommermeningoencephalitis):
... ist für den Menschen die gefährlichste Krankheit, die Zecken übertragen können. Dafür gibt es jedoch eine Schutzimpfung.

Unspezifische Infektionen:
Können natürlich auch beim Biss übertragen werden. Verschiedene Schmutzkeime an Zecken oder Hautkeime können in die Blutbahn geraten. Es treten dieselben Symptome wie bei der Borreliose auf: Rötung, Schwellung und Fieber. Allerdings bildet sich kein roter Ring aus. An dieser Form der Zeckeninfektion erkranken vor allem Katzen. Natürlich ist das auch bei Menschen und beim Hund möglich.

Wie schütze ich meinen Hund vor Zecken?

Findet man einen angebissenen Zecken, so ist er vorsichtig mit einer Zeckenzange und einer Drehung gegen den Uhrzeigersinn zu entfernen. Sofort auf die Bissstelle ein Desinfektionsmittel geben, bzw. vor dem Entfernen des Zecken desinfizieren.
Als Maßnahme, damit Zecken gar nicht auf das Tier gehen, gibt es einige Medikamente und biologische Substanzen.

Sehr wirkungsvoll:

  • Zeckenampulle
  • Zeckenhalsband

Wechselnde oder leichte Wirkung haben:

  • Verdünntes Teebaumöl
  • Zitronellenöl
  • Kampfertinktur verdünnt

WICHTIG: Wenn ein Zeckenbiss stark anschwillt und die Tiere matt und müde sind, dann sofort zum Tierarzt gehen!

Für weitere Fragen stehen Ihnen mein Team und ich gerne zur Verfügung!