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Rund ums Tier – Hund

Allergien beim Haustier

Unter Allergie versteht man eine Erkrankung, bei der es zu einer überschießenden Reaktion des Immunsystems gegenüber körperfremden Substanzen, den so genannten Allergenen, kommt.

Bei unseren Haustieren kennt man folgende Allergieformen:

  • Futtermittelallergie
  • Atopie (eine Überempfindlichkeitsreaktion auf Stoffe aus der Umgebung wie z.B. Pollen, Gräser, Hausstaubmilben)
  • Flohstichallergie
  • Kontaktallergie z.B. auf Halsbänder oder chemische Substanzen
  • allergische Reaktionen auf Insektenallergene

Die auffälligsten Symptome bei einer Allergie sind:

  • Juckreiz, Fellausfall und Hautprobleme bei Hund, Katze und Pferd
  • Durchfall bei Hunden und Katzen
  • Asthma vor allem bei Katzen und Pferden

Besteht ein Allergieverdacht, so gibt es mehrere geeignete Diagnoseverfahren.
Wichtige Allergietests sind:

  • Bluttest (Pollen, Milben, Futtermittel etc.)
  • Injektion von Allergenen unter die Haut (Pollen, Flöhe, Milben etc.)
  • Entnahme eines Hautgeschabsels (Allergie oder Krankheit)
  • Ausschlussdiät bei Futtermittelallergie

Dies sind die häufigsten Untersuchungsmöglichkeiten.

Als Therapie ist die Allergenvermeidung der wichtigste Punkt: keine Verwendung bestimmter Futtermittel oder Halsbänder. Maßnahmen zur Flohbekämpfung bei Flohallergien oder eine so genannte „Allergiespritzenkur“ (Hyposensibilisierung) gegen Pollen- und Milbenallergie sind nötig.

Allergien beim Hund

In den letzten Jahrzehnten haben Allergien bei Tieren ständig an Bedeutung gewonnen.
Das typische Symptom beim Hund ist intensiver Juckreiz. Infolge ständigem Kratzens und Beißens kommt es zu massiven Hautentzündungen.

Ursachen einer Allergie sind Allergene: Pollen im Frühjahr und Herbst, Pilzsporen, Hausstaub, Bakterien, chemische Substanzen, Flöhe sowie Futtermittel zählen zu den häufigsten Allergieverursachern.

Ausschlaggebend für die Behandlung ist die Eliminierung der Allergene, die mittels Bluttest bestimmt werden. Ist ein Ausschalten nicht möglich (wie z.B. bei Pollen), so kann der Versuch einer Hyposensibilisierung mittels Injektionen vorgenommen werden.

In jedem Fall ist aber eine Therapie durch den Tierarzt notwendig.

Angina beim Hund

Symptome:
Wenn der Hund würgt und hustet, nach jedem Grashalm schnappt, dann steckt meistens eine Halsentzündung dahinter. Unsere Lieblinge zeigen Müdigkeit und Unlust, wenn es darum geht, Spaziergänge zu machen. Nachts ist der Schlaf von Herrchen, Frauchen und Hund durch Hustenanfälle gestört.

Die genaue Ursache liegt in einer viralen oder bakteriellen Infektion. Dabei sind die Mandeln (Tonsillitis) oder der Kehlkopf (Laryngitis) entzunden.

Leichte Infektionen mit Husten und Würgen – jedoch mit erhaltenem Appetit – nennt man Angina.

Schwere Infektionen mit zusätzlichem Fieber und Mattigkeit haben oft den Zwingerhusten als Ursache.

Abhilfe:
Als erste Therapie muss das Tier geschont werden. Das heißt: keine langen Spaziergänge, kein Spielen mit anderen Hunden, kein kaltes Wasser trinken (Wasserpfützen) und natürlich nicht baden gehen. Auch muss Erde-, Gras- und Hölzchenfressen vermieden werden. Die Hunde versuchen dies, weil sie glauben, die Schmerzen im Hals kommen von einem steckenden Stück (Holzschiefer oder Ähnlichem), welches verschluckt wurde.

Bei leichter Angina helfen gut Hustensäfte (Tussimont etc.), lauwarmer Tee, abwehrstärkende Mittel (Echinacea) und Vitamine.

Bei starker Angina oder Zwingerhusten muss zusätzlich der Tierarzt aufgesucht werden. Eine antibiotische Therapie mit entzündungshemmenden und abschwellenden Mitteln ist nötig. Vor allem beim Zwingerhusten ist eine mehrmalige Therapie wichtig. Andernfalls kann neben chronischer Mandelentzündung auch ein Herz- oder Nierenschaden entstehen.

Auch wenn hustende und würgende Hunde nicht ernsthaft krank erscheinen, so muss doch spätestens nach 2 Tagen der Tierarzt aufgesucht werden!

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Augapfelvorfall

Durch Bissverletzungen und Unfälle kann es zum Vorfall des Augapfels kommen. Das Auge muss sofort feucht gehalten werden (feuchter Lappen oder Augensalbe). Innerhalb von längstens 12 Stunden ist das Auge zu operieren. Ist der Augapfel nicht oder nur wenig beschädigt, bestehen gute Chancen auf eine vollständige Heilung.

Vorfall des Augapfels

Fallbeispiel: Vorfall des Augapfels eines Tibetterriers 12 Stunden nach einer Bissattacke. Der Hund hatte Glück; das Auge hat sich nach der Operation wieder vollkommen erholt.

In Vollnarkose wird der linke und der rechte Lidrand eingeschnitten und das Ober- und Unterlid über dem Auge vernäht. Hierbei drückt das Augenlid den Augapfel zurück und verdrängt so schrittweise den Bluterguss, der sich hinter dem Auge gebildet hat. Nach ca. zwei Wochen werden die Nähte entfernt und die Augenoberfläche (Hornhaut) weiter therapiert.

Babesiose

Zecke
Zecke
Zecke
Zecke

Die Babesiose ist eine Blutparasiten-
erkrankung
, die von der braunen Hundezecke und der Auwaldzecke übertragen wird. Diese Zeckenarten wandern durch Klimaerwärmung schrittweise von Süden und Osten her ein (Frankreich, Italien, Ungarn).

Babesiose beim Hund
Babesiose beim Hund
Babesiose beim Hund
Babesiose beim Hund

Befallene Hunde zeigen Fieberschübe, Blutarmut und Schwäche. Typisches Zeichen ist auch ein rotbraun gefärbter Harn. Wegen der Ähnlichkeit mit dem Krankheitsbild der Malaria beim Menschen wird die Babesiose auch als „Hundemalaria“ bezeichnet.
Leider sind Antibiotika und andere gängige Medikamente nicht wirksam gegen Barbesien. Daher ist es besonders wichtig, die Krankheit schnell zu diagnostizieren, da ein bestimmtes Medikament (Imazol) aus dem Ausland bestellt werden muss.

Mit einer rechtzeitigen medikamentösen Therapie und einer Bluttransfusion sind die Überlebenschancen gut.

Blasensteine

Blasensteinoperation beim Hund
Entfernter Blasenstein

Blutdruckmessung bei Hunden und Katzen

Auch bei Tieren spielt der „Blutdruck“ eine entscheidende, lebenswichtige Rolle. So ist er unter anderem verantwortlich für die Durchblutung der Gewebe und Organe sowie für den Sauerstofftransport. Veränderungen des normalen Blutdruckes, etwa eine Erhöhung oder eine Erniedrigung, können wertvolle frühzeitige diagnostische Hinweise auf verschiedenste Organschädigungen liefern.

Mittels einer Messmanschette erfolgt die Messung völlig schmerzfrei an einem Vorderbein. Aus fünf Messungen wird dann ein Mittelwert errechnet. Um die individuellen Daten eines Tieres ermitteln zu können, ist ein Mal im Jahr zumindest eine Messung von Vorteil. Herz-, Nieren- oder Augenerkrankungen – um die wichtigsten zu nennen – kann auf diese Art oft frühzeitig begegnet werden.

Borreliose

Sie ist die häufigste Zeckenkrankheit beim Hund. Klinisch verläuft sie wie beim Menschen; hierbei treten zu Beginn eine starke Schwellung und Schmerzhaftigkeit um die Bissstelle auf. Bleibt diese Schwellung unbehandelt, so entsteht ein roter Ring um die Bissstelle, der langsam auseinander wandert und dabei immer heller wird. Zu diesem Zeitpunkt zeigen die Hunde Mattigkeit, Müdigkeit und etwas Fieber.

Zecke

Während der Mensch bei den ersten Symptomen bereits in ärztliche Behandlung geht, wird bei den Hunden das Krankheitsbild oft übersehen oder ignoriert. Sowohl Mensch als auch Hund brauchen ehestmöglich eine antibiotische Behandlung – dann passiert nichts.

Bei denjenigen, die unbehandelt bleiben, wandert die Borreliose in Gelenke, Wirbelsäule und Organe. Diese chronische Borreliose verursacht lebenslang wechselnde Kreuz- und Gelenksschmerzen sowie Fieberschübe.

Diese Krankheit gibt es im Linzer Raum erst seit 1994 und sie ist stark im Zunehmen. Wir haben uns die Borreliose mit den ungarischen Hunden nach Linz importiert.

Während der Mensch bei den ersten Symptomen bereits in ärztliche Behandlung geht, wird bei den Hunden das Krankheitsbild oft übersehen oder ignoriert. Sowohl Mensch als auch Hund brauchen ehestmöglich eine antibiotische Behandlung – dann passiert nichts.

Bei denjenigen, die unbehandelt bleiben, wandert die Borreliose in Gelenke, Wirbelsäule und Organe. Diese chronische Borreliose verursacht lebenslang wechselnde Kreuz- und Gelenksschmerzen sowie Fieberschübe.

Diese Krankheit gibt es im Linzer Raum erst seit 1994 und sie ist stark im Zunehmen. Wir haben uns die Borreliose mit den ungarischen Hunden nach Linz importiert.

Demodikose

(parasitäre Hauterkrankung)

Unter Demodikose versteht man den Befall der Haarbälge und Talgdrüsen mit der Haarbalgmilbe (Demodex canis). Viele Hunde sind Träger dieser Milbe, jedoch bricht die Krankheit nur bei Hunden mit Abwehrschwäche aus. Hauptsächlich sind Junghunde davon betroffen (mangelnde Muttermilch, Cortisontherapien, Gendefekte etc.).

Schnauzer mit Demodikose
Schnauzer mit Demodikose
Schnauzer mit Demodikose
Schnauzer mit Demodikose
Schnauzer mit Demodikose
Schnauzer mit Demodikose
Schnauzer mit Demodikose
Schnauzer mit Demodikose


Demodikose am ganzen Körper

Die lokale Demodikose tritt kreisrund um die Augen auf. Bei normaler Körperabwehr verschwindet sie wieder von selbst.

Die generalisierte Demodikose breitet sich vom Kopf über den Hals auf den ganzen Körper aus. Typische Hautveränderungen sind Haarausfall (mottenfraßartig), eitrige Pusteln, Hautverdickung und Hautrötung; später schwarze Hautverfärbung. Eine Hefepilzinfektion kann das Problem begleiten.
Nur eine intensive Therapie kann zum Erfolg führen. Dabei werden Waschbehandlungen (z.B. Amitraz), Injektionsbehandlungen und Spot-on Behandlungen durchgeführt.

Schnauzer mit Demodikose

Auf dem Weg der Besserung

Durchfallerkrankungen

Durchfälle können sehr unterschiedliche Ursachen haben und sind immer ernstzunehmen. Wässriger Kot verursacht massiven Flüssigkeitsverlust, der zur Austrocknung des Körpers führt. Junge und alte Tiere sind besonders gefährdet. Ursachen sind organische Störungen, Infektionen mit Viren und Bakterien von verdorbenem Futter, Darmparasiten (Würmer und Einzeller), aber auch nicht tiergerechtes Futter. Oftmals führt ein am Boden gefundener Leckerbissen zur akuten Darminfektionen.
Bei länger anhaltenden Durchfällen führt der Tierarzt Kot- und Blutuntersuchungen durch. Wesentlich ist, dass dem Tier ausreichend Flüssigkeit zugeführt wird. In leichten Fällen genügt der Nahrungsentzug für einen Tag und über die Wasserschüssel angebotene, beim Tierarzt erhältliche, Elektrolytlösungen. Reicht das nicht, müssen Infusionen und Medikamente verabreicht werden.

Entropium

Unter einem Entropium versteht man eingerollte Augenlider, die durch die Haare die Hornhaut des Auges reizen. Durch den chronischen Reiz entstehen Hornhautentzündungen und Hornhautgeschwüre, die zur Zerstörung des Auges führen können.

Therapiert wird diese Krankheit mit einer „kosmetischen“ Operation der oberen und/oder der unteren Augenlider.

Hund mit eingerollten Augenlidern
Hund mit eingerollten Augenlidern
Hund mit eingerollten Augenlidern
Hund während der Operation an den Augenlidern

Ein fünf Monate alter Shar Pei mit beidseits hochgradigem Entropium und deutlicher Augenentzündung. Bei diesem Hund wurden zusätzlich die gesamten Gesichtsfalten wegoperiert.

Epilepsie

Unter Epilepsie verstehen wir Krampfanfälle (epileptische Anfälle), die verschiedene Ursachen haben und in verschiedenen Stärkegraden auftreten können. Vermehrt treten sie bei Hunden, seltener bei Katzen, auf.

Man unterscheidet zwischen angeborenen und erworbenen Anfällen.
Die Ursache angeborener Anfälle liegt meistens im Gehirn (Gehirnnervenstoffwechsel).
Erworbene Anfälle entstehen durch Organstörungen vor allem der Leber, des Herzens sowie des Gehirns. Verletzungen, Tumore, Vergiftungen und Infektionskrankheiten (Gehirnhautentzündung) können ebenso epileptische Anfälle auslösen.

Anzeichen eines epileptischen Anfalles können sein:

  • Unruhe
  • Aufmerksamkeitsstörungen
  • Zwangsbewegungen
  • Speicheln
  • Zuckungen
  • Umfallen
  • Verkrampfung des ganzen Körpers
  • Kot- und Harnabsatz

Meist dauert der Anfall nur wenige Sekunden – selten länger als eine Minute. Bei einem lang anhaltenden Krampfanfall (länger als 15 Minuten) oder vielen kurz aufeinanderfolgenden Anfällen spricht man von einem Status epilepticus, der zu schweren Schädigungen führen kann.

Der Besitzer sollte den Ort absichern und das Tier auf keinen Fall im Kopfbereich berühren! Bei bekannten Epileptikern empfiehlt es sich, Valiumzäpfchen oder -spritzen mitzuführen.

Zur genauen Abklärung eines Anfalles ist unbedingt der Tierarzt aufzusuchen!

Für die Diagnose ist neben der Krankheitsgeschichte eine Blutanalyse (zur Unterscheidung der Ursachen) wichtig.
Therapiert werden epileptische Anfälle mit Valium und Barbituraten. Auch homöopathische Behandlungen und biologische Präparate können gute Erfolge erzielen. Weiters müssen bei der Therapie organische Krankheiten behandelt werden (Leber, Herz, Diabetes etc.).

Hundeerziehung mit Hundesprache – sprechen Sie „Hund“?

Jeder, der bereits einmal versucht hat, (s)einem Hund etwas beizubringen, kennt das:
Er muss die gesprochenen Worte der Menschensprache erst mühsam erlernen, wie auch wir eine Fremdsprache erst allmählich lernen.

Wie orientiert sich ein Hund?

Für Hunde haben Körpersprache und Geruchssignale einen größeren Stellenwert, als die von uns gerne verwendeten Wörter. Ein Hund lebt absolut in der Gegenwart, er merkt sich stets nur die letzte von ihm aktiv ausgeführte Handlung.

Wie entstehen Missverständnisse zwischen Zwei- und Vierbeinern?
Sich unterwürfig duckend, versucht mancher Hund den wütenden „Leitwolf“ zu beruhigen. Wenn wir das dann fälschlich als „schlechtes Gewissen“ deuten und unser Schimpfen bestätigt fühlen, ist die Verwirrung auf beiden Seiten bald komplett: Dieser „blöde“ Hund folgt aber überhaupt nicht mehr.

Es geht dem Hund bei seiner Verständigung mit uns manchmal ähnlich wie einem Touristen, der uns nach dem Weg zum Bahnhof fragt; nur leider in der für uns „verkehrten“ Sprache.
Bei Verständigungsproblemen hilft es beiden Teilen wenig, wenn die dem Hund unverständlichen Anweisungen lauter geben werden – dazu neigen wir Menschen allerdings gerne. Der versteht uns nicht, also sprechen wir deutlicher – und je nach Temperament auch bald einmal lauter. Deshalb wird der Hund aber unsere Worte nicht besser verstehen. Sein Problem ist ja nicht Schwerhörigkeit, Konzentrationsmangel oder Sturheit, sonder Unverständnis!

Die rettende Körpersprache
Was hilft uns bei unserem Touristen aus der Sackgasse? Das berühmte Reden „mit Händen und Füßen“.
Und wie ist das beim Hund? Das funktioniert meist bei ihm ganz prima. Wenn Sie einen netten fremden Hund anlocken wollen, versuchen Sie es doch auch mit Hinhockerln, leichtem auf die Knie klopfen, sich seitlich abwenden. Nun, damit sprechen Sie bereits „Hund“: „Komm, spiel doch mit mir!“, sagen Sie. Andere „körperliche Worte“, wie Imponier- und Drohgebärden, sind „international“; Menschen und Tiere aller Art verstehen sie.

Die Feinheiten der Hundesprache: Beschwichtigungssignale
Diese „Verbindlichkeiten“ kann ein Hochrangiger äußern, um die anderen seines Wohlwollens zu versichern und sie zu beruhigen; ein Unsicherer spricht damit sich selbst und anderen Mut zu und ein Unterlegener vesucht auf diese Weise, seinen ergrimmten Vorgesetzten zu beschwichtigen.

Was sind nun diese magischen Beschwichtigungsvokabeln? Wie sehen diese wichtigen Beruhigungssignale in der Körpersprache unserer Hunde aus? Sie haben einige davon sicher schon gesehen:
Der Hund schaut weg, er schleckt sich über die Nase, seine Bewegungen werden langsam. Was hat der Hund denn nun eigentlch mit diesen lästig langsamen Gesten gemeint? „Ist ja recht, beruhige dich bitte“, wollte er signalisieren.

Hundesprache im Alltag: Optimale Möglichkeiten
Geht Ihnen inzwischen ein Licht auf, warum man manchmal bei reschen Kommandos so langsam und „lustlos“ reagierende Hunde erlebt? Je mehr der Mensch deshalb tobt, desto zeitlupenartiger „funktioniert“ der Hund – nun schaut er sogar noch weg. Jetzt wissen Sie, dass er dabei nicht stur ist, sondern signalisiert: „Es wird mir zuviel, bitte beruhige dich, ich tu' alles, was du willst.“

Merken Sie, dass Sie selbst dabei unauffällige Beruhigungssignale ausgesendet haben? Gesicht etwas abwenden, langsame Bewegungen, sich eben mal dezent die Lippen lecken.

Diese „magischen Beruhigungsgesten“ helfen Ihnen, einem Hund, der unsicher auf Kommandos reagiert, Ihr Wohlwollen zu versichern. So beruhigen Sie einen Hund mit Gewitterangst oder bauen beispielsweise den Stress eines Ausstellungsneulings ab. Ihnen werden noch tausend Verwendungszwecke für diese speziellen Vokabeln der Hunde-Körpersprache einfallen und Sie werden Ihren Hund richtig verstehen, wenn Sie ihn diese Signale aussenden sehen.

Quelle: Dr. Wiebke Bielenberg, Tierärztin und Ethologin, UH, Dezember 1999

Flöhe

Katzen- und Hundefloh

Mit Frühlingsbeginn erwachen wieder die altbekannten Plagegeister: Flöhe. Sie halten sich bevorzugt auf Rücken, Bauch und in der Schwanzgegend auf und verursachen dort starken Juckreiz. Oft kommt es zu starken allergischen Hautentzündungen. Der Floh ist außerdem Überträger von Bandwürmern.
Juckreiz und punktförmiger schwarzer Flohkot im Fell, der sich im Wasser braunrot verfärbt, sind ein sicheres Zeichen, dass Ihr Tier befallen ist. Zur Flohbekämpfung stehen moderne, gut wirksame Präparate zur Verfügung (z.B. Spot-ons, Tabletten, Sprays), über deren Anwendung wir Sie gerne beraten.

 

Fremdkörper verschluckt?

Was tun, wenn mein Tier von einer giftigen Pflanze bzw. von anderen Giften genascht oder einen Fremdkörper verschluckt hat?

Genaue Beobachtung – bei Vergiftungsverdacht: Gabe von Kohletabletten
Bei Krankheitssymptomen wie etwa Erbrechen, Speicheln, Krämpfen oder Blutungen ist ein Tierarztbesuch dringend erforderlich!

Bitte nehmen Sie, wenn möglich, ein Stück der Pflanze, des Köders mit!

Der Tierarzt wird:

  • das Tier zum Erbrechen bringen
  • den Schock behandeln (Infusionen)
  • antitoxische Behandlung beginnen
  • Infusion verabreichen

Dies gilt bei allen Vergiftungen und bei Verschlucken gefährlicher Fremdkörper!

Gelenksprobleme beim Hund

Mehr als ein Fünftel aller Hunde im Alter von über einem Jahr leiden an einer Gelenkskrankheit. Insbesondere Vertreter großer Rassen sowie ältere Tiere, deren Gelenke einer altersbedingten Abnutzung unterworfen sind, zeigen typische Zeichen einer Bewegungseinschränkung wie z.B. schwerfälliges Aufstehen, kurzer oder steifer Gang oder auch Schwierigkeiten beim Stiegensteigen und Springen. Der Abbau von Knorpel- und Knochenmasse führt dabei zu schmerzhaften Entzündungen und schränkt die Bewegung ein.

Um dauerhafte Schäden zu vermeiden, ist beim Auftreten der oben beschriebenen Symptome ein Besuch beim Tierarzt erforderlich. Eine Möglichkeit hierfür ist die Umstellung der Ernährung, indem ein Futtermittel verwendet wird, das dem individuellen Energiebedarf des Tieres angepasst ist und alle wichtigen Vitamine und Nährstoffe zur Unterstützung der körpereigenen Abwehr gegen den alltäglichen „Verschleiß“ enthält.

Wichtig für die Vorbeugung sind:

  • Richtige Ernährung während der Wachstumsphase
  • Ausreichend Bewegung, um den Aufbau der Muskulatur Ihres Hundes zu fördern.
  • Vermeiden von Übergewicht zur Schonung der Gelenke.

Giftige Zier- und wildwachsende Pflanzen

In der Natur sowie in manchen Gärten wachsen viele Pflanzen, die giftig sind. Vergiftungen durch diese Arten betreffen in erster Linie Hunde (wenn sie beispielsweise mit Zweigen spielen und daran herumbeißen) sowie Pflanzenfresser wie Pferd oder Rind.

  • Hochgiftig sind alle Teile der Eibe – mit Ausnahme der roten Samenmäntel (Scheinbeeren). Vergiftungssymptome treten nach etwa einer Stunde auf: Erbrechen, Kolik, beschleunigte Herz- und Atemfrequenz; dann oberflächliche Atmung und Blutdruckabfall – schließlich Tod durch Atemlähmung.
  • Der ebenfalls stark giftige Goldregen weist den höchsten Giftgehalt in seinen reifen Samen auf, von denen schon einige wenige tödlich sein können. Nach Brennen im Maul- und Rachenbereich kommt es zu meist lang anhaltendem, blutigem Erbrechen, Lähmungen und schließlich zum Tod durch Atemlähmung.
  • Tödliche Vergiftungen entstehen auch durch den Buchsbaum. Erste Vergiftungsanzeichen sind Erbrechen, Durchfall und starke Krämpfe. Der Tod tritt durch Kreislaufversagen und Atemlähmung ein. Ähnliche Symptome finden sich bei einer Vergiftung durch Färberginster wieder.
  • Der Oleander enthält wie Fingerhut und Adonisröschen herzwirksame Stoffe. Sie bewirken zunächst eine Reizung des Magen-Darm-Traktes mit Erbrechen und Durchfall, gefolgt von Herzrhythmusstörungen, verlangsamtem Puls und Atemnot. Bereits wenige Stunden nach der Aufnahme kann der Tod durch Herzstillstand eintreten.

Als weitere giftige Pflanzen sind zu nennen:

  • Eisenhut – besonders gefährlich ist hier der blaue Eisenhut. Tödliche Dosis: 5 Gramm der Wurzel durch das Gift Akonitin. Nach möglichen Anzeichen wie Speicheln und Durchfall kann der Tod durch Kammerflimmern des Herzens eintreten.
  • Fingerhut und Maiglöckchen: Sie enthalten (wie der Oleander) sogenannte Herzglykoside. Beschwerden sind unter anderem Erbrechen und Durchfall. In schweren Fällen tritt der Tod durch Herzstillstand ein.
  • Hortensie: Sie enthält neben Saponinen auch Blausäure abspaltende Stoffe und ihr Verzehr kann z.B. eine Magen-Darm-Entzündung mit blutigem Durchfall zur Folge haben.
  • Wunderbaum (aus ihm wird Rizinusöl gewonnen): Haupttoxin ist das Toxalbumin Ricin der nussartig schmeckenden Samen. Eine schwere Magen-Darm-Entzündung sowie eine Schädigung von Leber und Nieren kann nach Genuß erfolgen. Tödliche Dosis: ein bis drei Gramm Samen pro Kilogramm Körpermasse.

Zu den giftigen Wald- und Wiesenblumen zählen Buschwindröschen, scharfer Hahnenfuß („Butterblume“), Trollblume, Leberblümchen und Rainfarn.

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

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Giftpflanzen in Wohnung und Garten

Was wir nur mit den Augen genießen, testen Hunde oder Katzen gerne auf seine kulinarische Qualität!
Wir stellen Ihnen darum eine Auswahl beliebter Garten- und Zimmerpflanzen vor, deren Genuss beim Tier Vergiftungserscheinungen von Durchfall über Erbrechen bis hin zu ernsthaften Organschädigungen führen kann:

Giftpflanzen in Garten und Umwelt

Deutsche Bezeichnung

Azaleen

Buchsbaum

Bärenklau, Riesenbärenklau

Besenginster 

Blauregen

Christrose

Eibe

Eisenhut, Echter Sturmhut

Efeu

Engelstrompete

Fingerhut

Goldregen

Gartenbohne

Giftsumach

Glyzine

Grüne Bohne

Herbstzeitlose

Herkuleskraut

Lupine

Maiglöckchen 

Oleander

Rhododenron, Almrausch

Stechapfel

Seidelbast

Tulpe

Tollkirsche

Wunderbaum

Zaun-Thuja

Lateinische Bezeichnung

Azalea floribunda

Buxus sempervirens

Heracleum sphondylium 

Cytisus scoparius

Wisteria sinensis

Helleborus niger 

Taxus baccata

Aconitum napellus

Hedera helix

Brugmansia-Arten

Digitalis purpurea

Laburnum anagyroides

Phaseolus vulgaris

Toxicodendron radicans

Wisteria sinensis

Phaseolus vulgaris

Colchicum autumnale

Heracleum mantegazzianum

Lupinus polyphyllos

Convalleraria majalis 

Nerium Oleander

Rhododendron ssp.

Datura stramonium

Daphne mezereum 

Tulipa gesneriana

Atropa belladonna

Ricinus communis

Thuja occidentalis

Giftigkeit
 

Giftig

Gering giftig bis giftig

Giftig bis sehr giftig

Gering giftig bis giftig 

Giftig 

Sehr giftig 

Giftig bis  sehr giftig

Sehr giftig

Giftig

Sehr giftig

Giftig bis sehr giftig 

Giftig bis sehr giftig

Sehr giftig

Sehr giftig

Giftig 

Sehr giftig

Sehr giftig

Giftig bis sehr giftig

Giftig

Giftig

Giftig bis sehr giftig

Giftig

Sehr giftig

Sehr giftig

Giftig 

Sehr giftig

Sehr giftig 

Giftig

Deutsche Bezeichnung
Lateinische Bezeichnung

Azaleen
Azalea floribunda
Giftig

Buchsbaum
Buxus sempervirens
Gering giftig bis giftig

Bärenklau, Riesenbärenklau
Heracleum sphondylium
Giftig bis sehr giftig

Besenginster
Cytisus scoparius
Gering giftig bis giftig

Blauregen
Wisteria sinensis
Giftig

Christrose
Helleborus niger
Sehr giftig

Eibe
Taxus baccata
Giftig bis sehr giftig

Eisenhut, echter Sturmhut
Aconitum napellus
Sehr giftig

Efeu
Hedera helix
Giftig

Engelstrompete
Brugmansia-Arten
Sehr giftig

Fingerhut
Digitalis purpurea
Giftig bis sehr giftig

Goldregen
Laburnum anagyroides
Giftig bis sehr giftig

Gartenbohne
Phaseolus vulgaris
Sehr giftig

Giftsumach
Toxicodendron radicans
Sehr giftig

Glycine
Wisteria sinensis
Giftig

Grüne Bohne
Phaseolus vulgaris
Sehr giftig

Herbstzeitlose
Colchicum autumnale
Sehr giftig

Herkuleskraut
Heracleum mantegazzianum
Giftig bis sehr giftig

Lupine
Lupinus polyphyllos
Giftig

Maiglöckchen
Convalleraria majalis
Giftig

Oleander
Nerium Oleander
Giftig bis sehr giftig

Rhododenron, Almrausch
Rhododendron ssp.
Giftig

Stechapfel
Datura stramonium
Sehr giftig

Seidelbast
Daphne mezereum
Sehr giftig

Tulpe
Tulipa gesneriana
Giftig

Tollkirsche
Atropa belladonna
Sehr giftig

Wunderbaum
Ricinus communis
Sehr giftig

Zaun-Thuja
Thuja occidentalis
Giftig

Giftig
 

Gering giftig bis giftig

Giftig bis sehr giftig

Gering giftig bis giftig

Giftig
 

Sehr giftig
 

Giftig bis sehr giftig

Sehr giftig
 

Giftig
 

Sehr giftig
 

Giftig bis sehr giftig

Giftig bis sehr giftig

Sehr giftig
 

Sehr giftig
 

Giftig
 

Sehr giftig
 

Sehr giftig
 

Giftig bis sehr giftig
 

Giftig
 

Giftig
 

Giftig bis sehr giftig

Giftig
 

Sehr giftig
 

Sehr giftig
 

Giftig
 

Sehr giftig
 

Sehr giftig
 

Giftig

Zimmerpflanzen

Deutsche Bezeichnung

Christusdorn

Fensterblatt, Philodendron

Gummibaumarten

Korallenbäumchen

Weihnachtsstern

Zimmerfarne

Zimmercalla

 

Lateinische Bezeichnung

Ilex aquifolium

Monstera deliciosa

Ficus

Solanum pseudocapsicum

Euphorbia pulcherrima

z.B. Platycerium

Zantedeschia aethiopica

Giftigkeit

Giftig

Giftig

Giftig

Giftig

Giftig

Giftig

Giftig

 

Deutsche Bezeichnung
Lateinische Bezeichnung

Christusdorn
Ilex aquifolium
Giftig

Fensterblatt, Philodendron
Monstera deliciosa
Giftig

Gummibaumarten
Ficus
Giftig

Korallenbäumchen
Solanum pseudocapsicum
Giftig

Weihnachtsstern
Euphorbia pulcherrima
Giftig

Zimmerfarne
z.B. Platycerium
Giftig

Zimmercalla
Zantedeschia aethiopica
Giftig

Giftig
 

Giftig
 

Giftig
 

Giftig
 

Giftig
 

Giftig
 

Giftig


Besondere Vorsicht ist auch bei Zwiebeln geboten: Tulpen, Narzissen, Amaryllis aber auch die gewöhnliche Küchenzwiebel können gefährlich werden. Haben Sie gewusst, dass schon fünf bis zehn Gramm Küchenzwiebel (pro Kilogramm Körpergewicht) toxische Wirkung haben können?

Grauer Star

Die Augen des Hundes leuchten in der Nacht; und das nicht ohne Grund: In ihrer Netzhaut befindet sich ein kleiner „Spiegel“, der in der Nacht das Licht reflektiert und dadurch ein besseres Sehen ermöglicht. So faszinierend diese Tatsache auch ist, auch bei Tieren treten Probleme mit dem Sehvermögen auf.
Die wohl häufigste Veränderung ist der graue Star des Haushundes, den man fast bei jedem alternden Hund sehen kann. Die Linse ergraut dabei zunehmend und wird undurchsichtig. In seltenen Fällen verschwindet diese Trübung auch plötzlich wieder.
Die Ursache ist eine Veränderung in der chemischen Zusammensetzung der Linse. Sie verhärtet zusehends und in Ausnahmefällen verursacht sie auch eine Entzündung des Augeninneren, sodass sie chirurgisch entfernt werden muss.
In den meisten Fällen aber bleibt die Trübung einfach bestehen, ohne dass sie den Hund in seiner Lebensqualität wesentlich beeinflusst. Viel wichtiger ist schließlich der Geruchssinn, der Tastsinn und das Gehör unserer Vierbeiner. Scharf sehen scheinen sie ohnehin nicht zu können; auch nicht bei ungetrübter Linse. So ist es auch nicht besonders sinnvoll, einem Hund künstliche Linsen zu implantieren, obwohl uns diese Möglichkeit heute zur Verfügung steht.
Hunde altern. Sie ergrauen so wie wir, werden etwas langsamer so wie wir; nur der graue Star scheint bei ihnen häufiger aufzutreten als bei uns. In der Regel ist die Erkrankung nicht schmerzhaft, eine Kontrolle zur Abklärung der Ursache scheint jedoch immer sinnvoll, zumal auch andere Erkrankungen des Auges zu einer Trübung des Augeninneren führen können.

Herzerkrankungen beim Hund

Warum ist mein Hund besonders bei Wetterwechsel matt und müde, hechelt stark und hat manchmal sogar eine bläuliche Zunge?

Ihr Hund könnte eine Erkrankung des Herzens haben. Gefährdet sind vor allem ältere, chronisch kranke und etwas übergewichtige Hunde.
Herzerkrankungen können sowohl angeboren als auch erworben sein.

Angeborene Herzfehler:

Sie kommen insbesondere bei überzüchteten Rassen vor. Meiner Erfahrung nach besonders bei Rassen wie Neufundländer, King Charles Spaniel, Polnischer Hirtenhund, Zwergpudel und immer öfter Golden Retriever.
Inzucht fördert dieses gesundheitliche Problem extrem.

Erworbene Herzfehler:

Sie sind wesentlich häufiger. Ursachen dafür sind unerkannte und chronische Halsentzündungen, Angina und schlechte Zahnhygiene (braune Beläge, übler Mundgeruch etc.). Hierdurch werden ständig Krankheitserreger im Körper verstreut, die sich im Herzen festsetzen und zu weiteren Problemen führen können.

Herzerkrankungen können besonders im Anfangsstadium schwer zu erkennen sein. Daher ist es notwendig, die richtigen Untersuchungen (wie z.B. EKG und Röntgen) bei uns durchführen zu lassen. Erst nach eindeutiger Abklärung der Krankheitsursache kann eine erfolgreiche Herztherapie eingeleitet werden.

Kaiserschnitt

Kaiserschnitt bei einer Hündin
Kaiserschnitt bei einer Hündin
Welpe
Welpen unter der Wärmelampe
Welpen unter der Wärmelampe
Welpen unter der Wärmelampe
Welpen unter der Wärmelampe
Welpen werden gesäugt
Welpen werden gesäugt
Welpen
Welpen

Die Welpen kamen per Kaiserschnitt auf die Welt. Die Hündinnen können wieder trächtig werden.

Kastration Hündin

Die Kastration wird für alle Hündinnen (außer Zuchthündinnen) empfohlen.

Vorteile der Kastration:

  • Kein Brustkrebs (häufigste Tumorform der Hündin)
  • Keine Eierstocks- oder Gebärmuttertumore
  • Keine Scheinträchtigkeit
  • Keine Läufigkeit
  • Keine ungewollte Trächtigkeit

Mögliche Nachteile:

  • Fellveränderungen bei Setter und Spaniel
  • Erhöhtes Inkontinenzrisiko im Alter bei großen Hunderassen

Die Kastration kann ab dem fünften Lebensmonat (vor der ersten Läufigkeit) durchgeführt werden.

Operation:
Die Hündin wird mit Injektionsnarkose, Rasur und Desinfektion der Operationsstelle sowie steuerbarer Inhalationsnarkose vorbereitet. Für Frühkastrationen (vor der ersten Läufigkeit) haben wir eine Operationstechnik, bei der durch einen nur sehr kleinen Schnitt ein schonender Eingriff durchgeführt werden kann. Für Hündinnen, die bereits ein- oder mehrmals läufig waren, haben wir eine angepasste Operationstechnik, bei der über einen Schnitt im Nabelbereich Eierstöcke (und je nach Bedarf die Gebärmutter) entfernt werden. Bei großen Hündinnen operieren wir eine Cervicopexie (Zusatznaht gegen Inkontinenz). Die Bauchdecke wird dreischichtig verschlossen. Gegen die postoperativen Schmerzen bekommt die Hündin eine Injektion. Bei Bedarf muss die Patientin einen Trichter tragen. Nach zehn Tagen erfolgt die Wundkontrolle und die Fäden werden gezogen.

Kastration Rüde

Die Kastration wird für Rüden mit Verhaltensauffälligkeiten empfohlen. Dazu gehören ein übermäßiger Sexualtrieb, Aggressivität gegenüber Hunden oder Menschen sowie Ungehorsam.

Vorteile der Kastration:

  • Ruhigeres Wesen
  • Weniger Aggression
  • Bessere Konzentrationsfähigkeit
  • Keine gesundheitlichen Probleme mit Prostata, Hoden und auch kein markieren

Mögliche Nachteile:

  • Appetitsteigerung und Gewichtszunahme

Die Kastration kann ab dem fünften Lebensmonat durchgeführt werden.

Operation:
Der Hund wird mit Injektionsnarkose, Rasur und Desinfektion der Operationsstelle sowie steuerbarer Inhalationsnarkose vorbereitet. Bei unserer Operationstechnik werden mit nur einem möglichst kleinen Schnitt beide Hoden vorgelagert, abgebunden und entfernt (präscrotale Operationstechnik). Die Wunde wird dreischichtig mit selbst auflösenden Fäden verschlossen. Gegen die postoperativen Schmerzen bekommt der Hund eine Injektion. Mindestens fünft Tage muss der Patient einen Trichter tragen. Nach zehn Tagen erfolgt die Wundkontrolle; eventuell werden noch Fäden gezogen.

Tierkennzeichnung mit Mikrochip

Um Ihren Hund eindeutig identifizieren zu können, implantieren wir einen Transponder. Mit einem speziellen sterilen Injektionsgerät wird er – ähnlich wie bei einer Impfung – schmerzfrei direkt unter die Haut injiziert. Der Transponder ist etwa reiskorngroß und bleibt lebenslänglich, von außen unmanipulierbar, an dieser Stelle reaktionslos liegen.

Er besteht aus einer Bioglaskapsel, die den ISO-Mikrochip mit der für jedes Tier weltweit einmaligen Codenummer enthält sowie einer kleinen Antenne, die das Ablesen der Daten durch einen Scanner (Lesegerät) ermöglicht. Nach erfolgter Applikation wird Ihr Hund unter der entsprechenden Codenummer bei der Internationalen Zentralen Haustierregistrierung gespeichert.

Sollte Ihr Tier abhanden kommen, bietet eine sofortige Meldung an die Internationale Datenbank die Möglichkeit eines raschen Fundes. Wird der Hund aufgegriffen und beispielsweise in einem Tierheim abgegeben, so kann mittels Scanner die Codenummer abgelesen und der Tierhalter schnell ausfindig gemacht werden.

Kiefertumor

Kiefertumor bei einem Hund

Vor der Operation

Kiefertumor bei einem Hund

Vor der Operation

Entfernter Kiefertumor

Nach der Operation

Entfernter Kiefertumor

Nach der Operation

Knieathrose

Durch Verletzungen am Knorpel und Einreiße der Bänder am Knie kann es bereits in jungen Jahren zu chronischen Veränderungen kommen. Eine Knieathrose ist gekennzeichnet durch die Loslösung von Knorpelschuppen (Osteocondrosis Dissecans), Gelenkswucherungen (Pommersche Randwülste), Gelenksflüssigkeitsverdünnung oder -verlust sowie Kapsel- und Bindegewebsverdickungen. Die Knieathrose kann bereits bei einem jungen Hund auftreten.
Knieathrose bei einem Hund
Knieathrose bei einem Hund
Knieathrose bei einem Hund

Knieathrose mit chronischem Kreuzbandriss bei der Operation.

Das Kreuz mit dem Band

„Mein Hund/meine Katze ist mit einem Bein irgendwo hängen geblieben, angefahren worden oder ist in ein Loch getreten. Das Tier hat furchtbar aufgeheult und seither wird das Bein kaum mehr verwendet.“ Dieser Bericht lässt den Tierarzt sofort an einen Kreuzbandriss denken, da es leider relativ häufig zu derartigen Verletzungen kommt.

Eine genauere Untersuchung bringt Gewissheit. Ist der erste Schock vorbei, muss chirurgisch eingegriffen werden. Geschieht das nicht, so erholt sich das Tier nur scheinbar und entwickelt innerhalb von drei Monaten eine chronische Gelenksentzündung.

Bei der chirurgischen Behandlung werden die Reste des gerissenen Bandes aus dem Gelenk entfernt, Fehlstellungen berichtigt, der Meniskus bei Bedarf korrigiert und ein Bandersatz hergestellt. Dadurch kann das Gelenk sehr schnell und nahezu vollständig wieder funktionieren.

Operation eines Kreuzbandrisses
Operation eines Kreuzbandrisses
Hund nach der Kreuzbandriss-Operation
Hund nach der Kreuzbandriss-Operation


Gerissenes Kreuzband bei der Hündin „Emma“


Ist die Wundheilung abgeschlossen, wird das Bein vom betroffenen Tier sehr rasch wieder in vollem Umfang eingesetzt. So macht das Spazierengehen bald wieder Spaß!

Lipom

Operation eines Lipoms
Operation eines Lipoms
Entferntes Lipom
Entferntes Lipom


Riesiges Lipom bei einem 14-jährigen Zwergspitz

Lipome sind gutartige Tumoren des Fettgewebes. Wenn sie zu groß werden, können sie hinderlich und schmerzhaft sein.

Magendrehung

Vor allem bei großen und sehr großen Hunderassen (Doggen, Dobermann, Setter etc.) kann es zu einer Magendrehung kommen. Dabei wird der Schlund und der Magenausgang so verdreht, dass die Hunde nichts mehr schlucken können, aber auch kein Nahrungsbrei in den Darm weiterwandern kann. Meistens passiert eine Magendrehung nach der Aufnahme einer größeren Futtermenge. Auch springen, spielen und auf dem Rücken wälzen können zu einer Magendrehung führen.
 
Die Tiere zeigen starkes Speicheln und erschwerte Atmung. Sie sind unfähig, Nahrung und Wasser aufzunehmen. Ganz typisch ist ein sich aufblähender, trommelartiger Bauch. Akute Symptome entstehen nicht nur durch die Magendrehung, sondern auch durch die Abschnürung der zuführenden Gefäße. Dadurch kommt es zu Schocksymptomen und in weiterer Folge zum langsamen Absterben des Magens.

Vorsichtsmaßnahmen:

  • Zwei Mal täglich füttern
  • Kein wildes Spiel nach der Fütterung

Behandlung:

  • Infusionstherapie gegen Schock
  • Schnelle Entgasung des Magens
  • Operation der Magendrehung
Operation einer Magendrehung

Während der Operation

Tennisball wird aus dem Magen entfernt

OP-Bild nach Entgasung mit gestauter Milz und Fremdkörper im Magen

Entfernter Tennisball

Dieser verschluckte alte Tennisball war Auslöser der Magendrehung.

Morbus cushing

(Siehe auch wissenschaftliche Arbeiten)

Hund mit Morbus Cushing am Rücken
Hund mit Morbus Cushing am Rücken
Hund mit Morbus Cushing am Rücken
Hund mit Morbus Cushing am Rücken
Hund mit Morbus Cushing am Rücken

Die Cushing-Erkrankung ist eine Stoffwechselstörung, bei der die Hirnanhangsdrüse oder Nebenniere zu viel Cortison bildet. Dabei kommt es zu typischen Fellwechselstörungen, Hautentzündungen und Verfettung mit gleichzeitiger Konditionsschwäche. Besonders auffallend sind großer Hunger und Durst.

Hund nach dreimonatiger Behandlung
Hund nach dreimonatiger Behandlung
Hund nach dreimonatiger Behandlung