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Wir helfen Tieren in Bolivien

Die Entflohungs- und Entwurmungsaktion in Bolovien war ein voller Erfolg!

Nachdem das Projekt vor dem eigentlichen Start im Lokalfernsehen angekündigt wurde, kamen über 200 Hunde, etwa 20 Katzen und sogar Affen sowie sechs Löwen zu uns auf die örtliche Veterinärstation. Die meisten Hunde waren sehr friedlich, litten jedoch unter Flohbefall, Wurmbefall und Hautkrankheiten. Die Lebenserwartung eines Hundes liegt bei fünf bis sechs Jahren, da ihnen die eben genannten Schädlinge stark zusetzen. Zusätzlich bekamen die behandelten Hunde eine Tollwutimpfung, die ihnen kostenfrei vom Staat Bolivien zur Verfügung gestellt wurde.

Die Ortsansässigen nahmen unsere Hilfe dankbar an und bekamen Tabletten und Ampullen für die Nachbehandlung mit. Der dort stationierte Veterinärdirektor, der für das gesamten Bundesland Beni zuständig ist (wir lernten ihn schon bei unserem Besuch vor zwei Jahren kennen), freute sich sehr über unsere Hilfe und die Aussicht darauf, Projekte dieser Art zukünftig zu wiederholen. Bei unserer Abreise ließen wir Mediakmente zur weiteren Tollwutimpfung vor Ort.

Die Menschen in Bolivien leben in sehr einfachen Verhältnissen. In beinahe jedem Haushalt wohnt ein Hund, der meist gut in die Familie integriert ist und von den Besitzern ebenso gut betreut wird. Hunde nehmen am gemeinsamen Essen teil und schlafen bei den Menschen, wenn sie nachts nicht gerade streunen. Viele Besitzer nehmen ihren Hund sogar in die Kirche mit.

Leider werden die Vierbeiner nicht sehr alt, weil schwere Hautprobleme – verursacht durch Floh- und massiven Wurmbefall – sie vorzeitig an eitrigen Hautentzündungen und der darauffolgenden Blutvergiftung sterben lassen. Dagegen gibt es keine Medikamente und keine Kleintierärzte für Vorsorge, Therapien oder Kastrationen.

Vor einigen Jahren besuchte ich in demselben Gebiet eine staatliche Veterinärstation und sprach mit dem leitenden Veterinär. Dieser vertreibt Medikamente für Rinder. Er erklärte sich aber gerne bereit, Floh- und Entwurmungsmedikamente an interessierte Hundehalter kostenlos abzugeben und die Anwendung entsprechend zu erklären. Ich selbst verbrachte eine Woche vor Ort, um dem Veterinär und der Bevölkerung mit Hilfe eines Dolmetschers (ein deutscher Auswanderer) die nötigen Parasitentherapien für Hunde und folglich auch für den Menschen zu erklären.

Dankenswerterweise habe ich von der Firma Bayer Flohmedikamente und Entwurmungstabletten bekommen. Etwa 35% der Gesamtkosten finanzierte ich aus eigener Tasche, 65% wurden mir für dieses Projekt dazugeschenkt (Kosten: 780 Euro).

Kleinere kostenfreie Unterstützungen in Form von teilweise abgelaufenen Medikamenten bekam ich von der Firma Merial und von Richter Pharma. Diese Medikamente (mit einem Gesamtgewicht von etwa 15kg) habe ich problemlos mit dem Flugzeug transportieren können. Meine Assistentin Mag. Johanna Oberreiter hat mich begleitet und tatkräftig unterstützt.

Auf Grund des großen Erfolges hoffe ich, jährlich diese Tierschutzaktion durchführen zu können.

Eindrücke aus bolivien