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Giftige Zier- und wildwachsende Pflanzen:

Auch in manchen Gärten und in der Natur findet man viele Pflanzen, die giftig sind. Vergiftungen durch diese Arten betreffen in erster Linie Hunde (wenn sie beispielsweise mit Zweigen spielen und daran herumbeißen), sowie Pflanzenfresser wie Pferd oder Rind.

Hochgiftig sind alle Teile der Eibe mit Ausnahme der roten Samenmäntel (Scheinbeeren). Vergiftungssymptome treten nach etwa einer Stunde auf: Erbrechen, Kolik, Herz- und Atemfrequenz beschleunigt, dann oberflächliche Atmung und Blutdruckabfall, schließlich Tod durch Atemlähmung.

Der ebenfalls stark giftige Goldregen weist den höchsten Giftgehalt in seinen reifen Samen auf, von denen schon einige wenige tödlich wirken. Nach Brennen im Maul- und Rachenbereich kommt es zu meist lang anhaltendem, blutigem Erbrechen, Lähmungen und zum Tod durch Atemlähmung.

Tödliche Vergiftungen entstehen auch durch den Buchsbaum. Erste Vergiftungszeichen sind Erbrechen, Durchfall und starke Krämpfe. Der Tod tritt durch Kreislaufversagen und Atemlähmung ein. Ähnliche Symptome finden sich bei einer Vergiftung durch Färberginster.

Der Oleander enthält wie Fingerhut und Adonisröschen herzwirksame Stoffe. Sie bewirken zunächst eine Reizung des Magen- Darm-Traktes mit Erbrechen und Durchfall, gefolgt von Herzrhythmusstörungen, verlangsamtem Puls und Atemnot. Bereits wenige Stunden nach der Aufnahme kann der Tod durch Herzstillstand eintreten.

Als weitere giftige Pflanzen sind zu nennen:
Eisenhut - besonders gefährlich ist hier der blaue Eisenhut. Tödliche Dosis: 5 g der Wurzel durch das Gift Akonitin. Nach u.a. Speicheln und Durchfall kann der Tod durch Kammerflimmern des Herzens eintreten.

Fingerhut, Maiglöckchen: sie enthalten wie der Oleander sog. Herzglykoside. Beschwerden sind u. a. Erbrechen und Durchfall, in schweren Fällen tritt der Tod durch Herzstillstand ein.
Hortensie: sie enthält neben Saponinen auch blausäureabspaltende Stoffe, und ihr Verzehr hat z.B. eine Magen- Darm- Entzündung mit blutigem Durchfall zur Folge.


Wunderbaum (aus ihm wird Rizinusöl gewonnen): Haupttoxin ist das Toxalbumin Ricin in den nussartig schmeckenden Samen. Eine schwere Magen- Darm-Entzündung, sowie eine Schädigung von Leber und Nieren kann nach Genuß erfolgen. Tödliche Dosis: 1-3 g Samen pro kg Körpermasse.

Zu den giftigen Wald- und Wiesenblumen zählen Buschwindröschen, scharfer Hahnenfuß ("Butterblume"), Trollblume, Leberblümchen und Rainfarn.

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

Quellen: Buch - Giftpflanzen v. H. u. K. Liebenow
Fachzeitung: Der Hund/ Mai 2002
Div. I-net Recherchen
f.d.Zusammenstellung: H.Mair.  
     

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