Tierordination Urfahr

Shunt-Erkrankung

Eine Shunt-Erkrankung ist eine meist angeborene Gefäßveränderung. Hier führt ein Blutgefäß an der Leber vorbei von der Pfortader direkt in die Bauchvene. Dadurch wachsen die Tiere schlecht (kümmern), sie zeigen hohe Nervosität und oft frühzeitig epileptische Anfälle. Bei Untersuchungen sind Leber- und Gallenwerte erhöht und die Leber ist verkleinert. Mit einer sehr guten Ultraschalluntersuchung kann man ein oder mehrere Shunt-Gefäße finden.

Die einzige Therapie besteht im langsamen Abschnüren des Kurzschluss(Shunt)gefäßes, damit die Leber ihre normale Funktion aufnehmen kann. Hierfür gibt es spezielle Shunt-Ringe (Ameroidring). Dieser Ring wird bei einer aufwendigen OP eingesetzt, wobei meist eine Kontrastuntersuchung der Darmvenen nötig ist, um das richtige Gefäß zu finden. Innerhalb von 14 Tage verschließt sich dieser schrittweise.

Eingabe von Kontrastmittel in eine Darmvene zur rötgenologischen Darstellung des Shunt-Gefäßes

 

 

Nach Applikation eines sich langsam verschließenden Gefäßringes um das Shunt-Gefäß bei einem kleinen Yorkshireterrier

 

 

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