Tierordination Urfahr

Hier informieren wir Sie über parasitäre Erkrankungen, die in Europa von Mücken, Zecken und sonstigen Blutsaugern übertragen werden.
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Leishmaniose
Babesiose
Ehrlichiose
Anaplasmose
Borreliose
Hepatozoonose


Leishmaniose:








Die Erreger (Einzeller) vermehren sich in den weißen Blutkörperchen und schädigen innere Organe wie Leber, Milz und Nieren. Übertragen werden sie durch den Stich von Sandmücken.

Symptome: Milzvergrößerung, Lymphknotenschwellung, Gewichtsverlust, allgemeine Schwäche, Durchfall und Erbrechen, verstärktes Krallenwachstum, Haarausfall, Ekzeme.

Prophylaxe: Synthetische Pyrethroide, da Sandmücken wegen ihrer geringen Größe durch Moskitonetze schlüpfen.

Babesiose:
("Hunde-Malaria")












Die Erreger vermehren sich in den roten Blutkörperchen und zerstören sie. Die Kuh-, Au- oder Auwaldzecke sowie die braune Hundezecke übertragen die Einzeller auf den Hund.

Symptome: Ca. eine Woche nach einem infektiösen Zeckenstich setzt hohes Fieber ein (In dieser akuten Phase führt die Babesiose häufig zum Tod.). Es kann dunkler Urin auftreten. Sind die ersten Fieberschübe überstanden, folgen Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und oft Gelbsucht. Es können auch entzündliche Veränderungen der Augen sowie Netzhautablösungen auftreten, das Zentralnervensystem geschädigt werden und das führt dann zu Bewegungsstörungen und epileptischen Anfällen.

Prophylaxe: Eine Impfung sowie eine Chemoprophylaxe stehen in mediterranen Ländern ebenso zur Verfügung wie bei uns. Ein Zeckenschutz sollte eine abweisende und tötende Wirkung gegen die Auwaldzecke und die braune Hundezecke besitzen.

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Ehrlichiose:








Erreger sind Bakterien, die die weißen Blutkörperchen befallen und sich darin vermehren. Übertragen werden die Erreger durch den Stich der braunen Hundezecke.

Symptome: Mattigkeit, Leistungsschwäche, Futterverweigerung, Nasenbluten, Blut im Kot und Urin, Bluthusten, Blutergüsse in den Gelenken, hohes Fieber, Lymphknotenschwellung. Eine unbehandelte Ehrlichiose kann infolge über Jahre andauernder Blutungsneigung zum Tod des Hundes führen.

Prophylaxe: Zeckenschutzmittel

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Anaplasmose:

 





Die Erreger sind Bakterien, die die weißen Blutkörperchen befallen und sich darin vermehren. Übertragen werden sie durch den Zeckenstich des gemeinen Holzbockes.

Symptome: Die Symptome sind ähnlich wie bei der Ehrlichiose. Weiters sind Teilnahmslosigkeit, Gewichtsverlust, Durchfall, Erbrechen, manchmal auch Lahmheit als Folge von Gelenksentzündungen zu beobachten.

Prophylaxe: Zeckenschutzmittel

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Borreliose:









Man kennt viele Erreger der Borreliose. Übertragen wird sie durch den Holzbock.

Symptome:
frühes Stadium - Fieber, Appetitlosigkeit, Teilnahmslosigkeit
späteres Stadium - Gelenksentzündungen, Lahmheit
spätes Stadium - Schäden an den Gelenken, Schädigung der Nieren und des Herzens

Prophylaxe: Zeckenschutzmittel; es gibt eine Impfung, die aber nicht vor allen Borrelioseerreger schützt und in der Fachwelt derzeit vielseitig diskutiert wird.

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Hepatozoonose:











Übertragen wird die Hepatozoonose durch die braune Hundezecke, aber nicht durch deren Stich, sondern durch das Verschlucken der gesamten Zecke. Die Erreger bohren sich durch die Darmwand und gelangen über den Blutkreislauf in Milz, Knochenmark, Leber, Nieren und Lymphknoten. Schließlich werden die weißen Blutkörperchen befallen.

Symptome (variieren sehr): Fieber, Blutarmut, Abmagerung, Lymphknotenschwellung, Nasen- und Augenausfluss, blutiger Durchfall, Muskelschwäche und steifer Gang. Bei massiver Infektion stirbt der Hund infolge der Organschädigung.

Prophylaxe: Zeckenschutzmittel

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