Tierordination Urfahr

Angina beim Hund

Symptome:
Wenn der Hund würgt und hustet, nach jedem Grashalm schnappt, dann steckt meistens eine Halsentzündung dahinter. Unsere Lieblinge zeigen Müdigkeit und Unlust, Spaziergänge zu machen. Nachts ist der Schlaf von Herrchen, Frauchen und Hund durch Hustenanfälle gestört.

Die genaue Ursache liegt in einer viralen oder bakteriellen Infektion. Dabei sind die Mandeln  (Tonsillitis) oder der Kehlkopf (Laryngitis) entzunden. 

Leichte Infektionen mit Husten und Würgen, aber mit erhaltenem Appetit, nennt man Angina. 

Schwere Infektionen mit zusätzlichem Fieber und Mattigkeit haben oft den Zwingerhusten als Ursache.

Abhilfe:
Als erste Therapie muss das Tier geschont werden. Das heißt: Keine langen Spaziergänge, kein Spielen mit anderen Hunden, kein kaltes Wasser trinken (Wasserpfützen) und natürlich nicht baden gehen. Auch muss Erde-, Gras- und Hölzchenfressen vermieden werden. Die Hunde versuchen dies, weil sie glauben, die Schmerzen im Hals kommen von einem steckenden Stück (Holzschiefer oder Ähnlichem), welches verschluckt wurde.

Bei leichter Angina helfen gut Hustensäfte (Tussimont,...), lauwarmer Tee, abwehrstärkende Mittel (Echinacea) und Vitamine.

Bei starker Angina oder Zwingerhusten muss zusätzlich der Tierarzt aufgesucht werden. Eine antibiotische Therapie mit entzündungshemmenden und abschwellenden Mitteln ist nötig. Vor allem beim Zwingerhusten ist eine mehrmalige Therapie wichtig. Andernfalls kann neben chronischer Mandelentzündung auch ein Herz oder Nierenschaden entstehen. 

Auch wenn hustende und würgende Hunde nicht ernsthaft krank erscheinen, so muss doch spätestens nach 2 Tagen der Tierarzt aufgesucht werden!

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